«Kein Selbstläufer»
Griechisches Rettungspaket mit strengen Auflagen
publiziert: Dienstag, 21. Feb 2012 / 07:36 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Feb 2012 / 15:44 Uhr
Regierungschef Lucas Papademos kann vorläufig aufatmen.
Regierungschef Lucas Papademos kann vorläufig aufatmen.

Brüssel - Griechenland erhält mehr Geld, wird aber stärker kontrolliert und büsst einen Teil seiner Souveränität ein. Nach einer fast 13-stündigen Marathonsitzung einigten sich die Euro-Finanzminister am Dienstag auf das zweite Griechenland-Hilfspaket.

Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
13 Meldungen im Zusammenhang
Die gefundene Lösung mit der Verständigung auf ein 130-Milliarden-Euro-Paket sei zwar «verantwortbar», sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble am Dienstag in Brüssel. Aber das sei «kein Selbstläufer». Es gebe nur Geld, wenn die Bedingungen erfüllt seien.

EU-Währungskommissar Olli Rehn erklärte nach der Marathonsitzung: «Während der letzten beiden Jahre und nun in dieser Nacht habe ich gelernt, dass Marathon effektiv ein griechisches Wort ist».

Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker sagte, dass «wir deutlich gemacht haben, dass Griechenland umsetzen muss, was von ihm versprochen wurde». Die Beobachtung werde wesentlich intensiver werden.

Verstärkte Aufsicht

Die verstärkte Kontrolle ist zweigeteilt. Einerseits soll dazu ein Sonder- oder Treuhandkonto eingesetzt werden. Darauf wird Geld gelagert, mit dem die laufenden Fälligkeiten zur griechischen Finanzschuld bedient werden könnten. «Damit ist sichergestellt, dass es keine Ansteckungsgefahr mehr gibt», sagte Schäuble.

Andererseits soll die Arbeit der EU-Taskforce für Griechenland ausgebaut werden. Schon früher hatte es geheissen, die Taskforce werde «zwei bis drei Jahre» die Verwaltung des Landes in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung sowie Steuereintreibung technisch unterstützen.

Am Dienstag erklärte Rehn vor den Medien, verschiedene Experten der Kommission seien bereits in einzelnen Regierungsdepartementen in Athen tätig. «Wir sind dabei, diese Zahl auszubauen und auch Experten aus den Mitgliedstaaten beizuziehen».

Das gelte unter anderem für den Kampf gegen Steuerflucht, bei dem viel Wissen in den einzelnen Mitgliedstaaten vorhanden sei. Experten der EU-Kommission erklärten den bisherigen Kampf Griechenland gegen Steuerflucht als «enttäuschend». Es gebe aber auch das Problem, dass durch die Rezession noch mehr Leute versuchten, ihr Geld in Sicherheit zu bringen.

Umschuldung

Zum nun beschlossenen zweiten Griechenland-Paket gehört auch, dass Banken, Versicherungen und Fonds dem hoch verschuldeten Land erstmals einen Teil ihrer Forderungen erlassen. Sie sollen laut der Einigung unmittelbar auf 53,5 Prozent - also etwas mehr als die ursprünglich angepeilte Hälfte - ihrer Forderungen an Griechenland verzichten.

Das bedeutet für Athen nach Angaben des internationalen Bankenverbands (IIF) eine Entlastung um 107 Milliarden Euro. Der IIF sprach laut internationalen Nachrichtenagenturen von der «bisher grössten Umstrukturierung von Staatsschulden» aller Zeiten.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Die Eurogruppe hat am Mittwoch das zweite Griechenland-Rettungspaket in Höhe von 130 Mrd. Euro formell beschlossen. ... mehr lesen
Der Eurogruppenchef gab das grüne Licht dafür.
Das griechische Parlament hat weiteren Kürzungen, die von den Gläubigern verlangt wurden, zugestimmt.
Athen - Das griechische Parlament hat in der Nacht zum Donnerstag weiteren von ... mehr lesen
Frankfurt - Die Europäischen Zentralbank (EZB) akzeptiert griechische Staatsanleihen nach deren erneuter Herabstufung durch die ... mehr lesen
Die Europäischen Zentralbank (EZB).
Für den Antrag der Regierung stimmten 496 Abgeordnete, dagegen waren 90.
Berlin - Der deutsche Bundestag hat nach kontroverser Debatte weiteren Milliardenhilfen für Griechenland zugestimmt. Trotz ... mehr lesen
Athen - Griechenlands angeschlagene Banken kommen trotz milliardenschwerer Kapitalspritzen der Regierung um eine Voll-Verstaatlichung herum. Der Staat soll sich zwar in erheblichem Umfang mit neuen Aktien und Wandelanleihen an den Instituten beteiligen. Mitreden will er aber im Tagesgeschäft nicht. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Athen - Die griechische Regierung hat am Freitag das offizielle Angebot zum Schuldenschnitt den Banken und anderen privaten ... mehr lesen
Im Notfall werden die Gläubiger zum Schuldenschnitt gezwungen.
Schulden eintreiben.
Berlin - Griechenland wird im Kampf um Gelder, die vor dem Staat versteckt worden sind, nun auch in der Schweiz aktiv. Bei einem ... mehr lesen
Athen - Das griechische Parlament hat am Donnerstag das Gesetz für einen Schuldenschnitt in einem ... mehr lesen
Ministerpräsident Lucas Papademos.
Sind die Griechen (finanziell) noch zu retten?
Athen - Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands ... mehr lesen 1
New York - Nach der vorläufigen Rettung Griechenlands hat die Wall Street am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Die ... mehr lesen
Verhaltene Umsätze an der Wall Street.
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble erwartet eine Lösung.
Athen/Brüssel - Griechenland darf auf weitere Finanzhilfe hoffen. Die meisten der 17 Euro-Finanzminister signalisierten am ... mehr lesen
Athen - Vor dem möglicherweise entscheidenden Treffen der Euro-Finanzminister am Montag hat sich die griechische Regierung daran gemacht, ihre jüngsten Sparbeschlüsse in die Tat umzusetzen. mehr lesen 
Athen - Das griechische Parlament hat nach hitziger Debatte das umstrittene Sparpaket gebilligt und damit den Weg für ein ... mehr lesen
Weg frei für weiteres Sparpaket in Griechenland.
Tja, auch nicht weiter als vor einem Jahr
Wie schrieb ich hier vor einem Jahr:

Vollen Haircut, Euro Nord und Süd oder Drachmen. Bleibe dabei.
Blind Blöd und Benebelt
Von 160 auf 120%, nein halt, 129%, äh....120,5%....


So was von egal was diese Deppen da "rechnen".

Griechenland wird immer weiter in die Rezession rutschen, die Wirtschaft wird noch einige Jahre schrumpfen und demnach sind die obenerwähnten Zahlen so was von utopisch.

Und das weiss auch jeder in Brüssel und die EU Präsidentin Merkel sowieso.

Entweder man treibt Griechenland absichtlich solange in den Bankrott bis diese mit Schimpf und Schande aus dem EURO verjagd werden können oder es geht einfach nur um das Retten der Banken.

Die Hedgefonds übrigens, warten nur gierig darauf das Griechenland pleite geht, damit diese mit den dann einglösten CDSs Milliarden verdienen können.

Schade, das die griechische Regierung keine Chance mehr hat von sich aus den Schlussstrich zu ziehen, dafür hat man zulange gewartet.

In ein paar Jahren, wenn überhaupt noch so lange wird in Griechenland und übrigens z.B. auch in Spanien eine soziale Explosion stattfinden wie sie vorher noch nie vorgekommen ist. Das darf man gerne wie einen Atomaren Anschlag ansehen. Die beiden Länder werden dann auf Jahre oder gar Jahrzehnte hinaus nicht mehr bewohnbar sein.
Es wird und findet eine Massenauswanderung statt.
Bald werden wir über die Asylanten auf Nordafrika oder die vielen Deutschen nur noch lachen und uns über die Masseneinwanderung der Griechen und Spanier "erfreuen".
Die Lage in Griechenland spitzt sich zu.
Bauernprotesten in Athen  Athen - Die seit mehr als zwei Wochen andauernden Proteste der griechischen Landwirte haben nun die Hauptstadt Athen erreicht: Aus Wut über eine geplante Renten- und Steuerreform versuchten wütende Bauern aus Kreta, das Landwirtschaftsministerium am Freitag zu besetzen. 
Alexis Tsipras betonte erneut, dass die Reform notwendig sei.
Tsipras fordert Bauern zum Dialog auf Athen - Aus Protest gegen eine geplante Renten- und Steuerreform haben die griechischen Landwirte am Mittwoch an mehr als 130 Stellen ...
Griechische Bauern drohen mit Eskalation der Proteste Athen - In ganz Griechenland gehen die Landwirte wegen der geplanten ...
Kampf gegen Schlepperbanden  Brüssel - Die NATO beginnt auf Wunsch von Deutschland, der Türkei und Griechenland mit ...  
Die NATO beginnt mit Vorbereitungen für eine Beteiligung am Kampf gegen Schlepperbanden in der Ägäis.
Verteidigungsministerin will 130 Milliarden Euro investieren Berlin - Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will in den nächsten 15 ...
Am Mittwoch will von der Leyen ihre Pläne im Verteidigungsausschuss des Parlaments in Berlin vorstellen.
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Man... kann nur hoffen, dass nicht auch noch der Libanon und Jordanien zum ... gestern 17:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Geht... der Flüchtlingszustrom so weiter, steht ganz Europa bald vor dem ... Mi, 10.02.16 10:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Frankreichs... Bevölkerung ist durch Einwanderung, speziell in den 50er und 60er ... Mi, 10.02.16 09:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Wahlen H. Clinton hat bisher immer darauf gesetzt, nach der Prämisse "Geht es ... Di, 09.02.16 13:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Die... NGOs können auch mit diesem Gesetzt weiterhin Unwahrheiten über Israel ... Di, 09.02.16 13:19
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Weder... Russland noch der Westen ist aus moralischen Gründen in Syrien ... Mo, 08.02.16 16:26
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Die... Aufnahme syrischer Flüchtlinge, solange dies Menschen sind die vom ... Mo, 08.02.16 13:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3723
    Aus... den Verlautbarungen aus GR kann man bereits heraushören, was zu ... Mo, 08.02.16 10:48
Kurszentrum für griechische Kultur und Theater
Karidiès
Joke Smitplein 107
3581 PZ Utrecht
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich -3°C 1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel -3°C 1°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen -1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 1°C 3°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 1°C 6°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf -1°C 4°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 2°C 6°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten