Felssturzgebiet Chapf im Berner Oberland
Grimsel-Felssturz soll mit Wasser künstlich ausgelöst werden
publiziert: Mittwoch, 23. Mai 2001 / 21:33 Uhr

Innertkirchen (BE) - Im Felssturzgebiet Chapf über der Grimselstrasse soll der lockere Fels künstlich zum Absturz gebracht werden - und zwar mit Wasser. Dies erklärte Daniel Wanzenried vom Oberingenieurkreis I in Thun am Mittwoch im «Regionaljournal» von Schweizer Radio DRS.

Mit der Bewässerung des gefährdeten Felsens wolle man versuchen, einen Absturz herbeizuführen. Weil nach Ende der Schneeschmelze das Wasser rasch zurückgehe, müsse mit der Bewässerung rasch begonnen werden, erläuterte Wanzenried.

Der Einsatz von Sprengstoff ist erst in zweiter Linie vorgesehen. Für die Sprengung seien mehrere Monate Vorbereitungszeit nötig, sagte Wanzenried weiter. Eine Sprengung käme wohl erst im kommenden Herbst in Frage.

Die Strasse zwischen Innertkirchen und Guttannen soll offen gehalten werden, so lange die Verhältnisse dies zulassen. Wenn der Absturz ausgelöst werden kann, ist jedoch mit längeren Sperrungen der Strasse zu rechnen. Die Notumfahrung bleibt jedenfalls weiterhin geöffnet.

(kil/sda)

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