Währenddessen lauert im Hintergrund immer noch die H5N1 Vogelgrippe, die es einfach noch nicht geschafft hat, sich von Mensch zu Mensch zu verbreiten. Aber eben, es herrscht nach der Panik der letzten Woche etwas Entspannung und vielleicht ist es ganz gut, dass in diesem Zusammenhang grundsätzliche Hygiene-Tipps wie regelmässiges Hände waschen, bei Niesen und Husten Papiertaschentücher vorhalten und sich nicht an die Öffentlichkeit zu begeben, wenn man Grippesymptome hat, in Erinnerung gerufen wurden.
Das Rennen um den Impfstoff dürfte manche Impfgegner, vor allem in der Schweiz, auf die Palme getrieben haben. Als Impfbefürworter (nein, die Aegis-Website vermag den Autor nicht im Geringsten zu überzeugen) und Skeptiker gegenüber alternativen Behandlungsmethoden hingegen sieht man in der ganzen Grippe-Angelegenheit vor allem eines: Wissenschaft an der Arbeit. Und dies mit all den eingestandenen Unsicherheiten und Unschärfen, die sich bei der Suche nach den schwer zu erwerbenden Fakten ergeben müssen, weil man es mit einem sich dynamisch entwickelnden, neuen Virus zu tun hat, der zudem schnell mutiert.
Während die Forschung also Fakten suchte, feststellte, dass der Virus momentan auf Tamiflu und Relenza anspricht und allgemein vor dem Bevorraten mit diesen Mitteln abgeraten wird, da man sich diese nicht selbst verschreiben soll, sondern nur, wenn die Grippe eindeutig festgestellt wurde, regte sich natürlich auf der anderen Seite des medizinischen Zaunes auch einiges.
Die homöopathischen Geschäftemacher sprangen schnell auf den Schweinegrippe-Zug auf und behaupten sowohl in England als auch in Deutschland, dass mit ihren Globuli (welche einfach zur Wirkstofffreiheit hinunter verdünnte Pillen sind, welche nach jedem Verdünnen je dreissig Mal geschüttelt werden), die Grippe - ob H1N1 oder H5N1 oder welcher Virus auch immer, behandelt werden könne. Ja, Risikogruppen wird von englischen Homöopathen geraten, sich vorsorglich (und völlig unwirksam) behandeln zu lassen.
Dabei wird immer wieder auf die «Erfolge bei der Behandlung der Cholera» im Jahr 1810 durch den Homöopathie-Erfinder Hahnemann verwiesen. Doch Hahnemann behandelte seine Patienten damals erst mit einer nicht-homöopathischen Kampfer-Lösung, die scheinbar eine Wirkung zeigte und nur in späteren Stadien homöopathisch, was – da hier die Behandlung de facto wegfiel - weniger tödlich als die Aderlasse und das Quecksilber war, die damals von normalen Ärzten verschrieben wurden. Behandlungen, die von der Schulmedizin vor weit mehr als 100 Jahren als gefährlich und unwirksam verworfen wurden.
Wenn nun weder WHO noch die Gesundheitsbehörden im grossen Mass den Einkauf von durch Homöopathen empfohlenen Mitteln wie Aconitum, Arsenicum oder Belladona durchziehen, so liegt das nicht an einer Verschwörung gegen die Alternativmedizin, sondern schlicht daran, dass deren Wirksamkeit nur auf Legenden beruht und klinisch nie nachgewiesen werden konnte.
Wenn in der kommenden Volksabstimmung in der Schweiz die Alternativ-Medizin verfassungsmässig wieder in die Krankenversicherungen aufgenommen werden wird – die Umfragewerte lassen kaum einen Zweifel daran – dann nicht weil diese wirken, sondern viel mehr, weil diese Therapien die Illusion des sanften Heilens ohne grosse Fragen versprechen. Denn hier geht es um Glauben und Wohlfühlen, die Illusion, dass die Welt sich um den Menschen dreht und so magische Rituale (wie die Herstellung homöopathischer Mittel) verborgene Kräfte beschwören können, die uns helfen.
So wird das Abstimmungsergebnis vor allem zeigen, wie die Schweizer die Welt gerne möchten: Mit dem Menschen im Zentrum der Natur, in der Medizin-Magier Krankheiten mit Zaubermitteln und Nadeln besiegen. Derweilen werden die Viren weiter mutieren. Ganz reell, eiskalt und getrieben von den wissenschaftlichen Gesetzen der Evolution.
(von Patrik Etschmayer/news.ch)
Betreffend Darwin und Globuli, gehe ich sogar noch einen Schritt weiter: Wie würde es Ihnen gefallen, wenn ich Darwin mit Mike Shiva vergleichen würde? Betreffend der Grundlage dieser beiden Menschen besteht nämlich kein so grosser Unterschied, beide werden wohl in die Geschichtsbücher Gottes als (wie Sie richtig erkannt haben) "Betrüger" eingehen. Zitat: "Man muss nicht Scheuklappen anziehen um Gott im Herzen zu tragen." - aber nach biblischer Lehre muss man sich zuerst zu dem Sohn Gottes bekehren, bevor man dazu überhaupt das Anrecht bekommt. Ohne Sündenbekenntnis vor dem allmächtigen Gott geht das leider nicht, obwohl sich das viele Menschen wünschen. Shalom.
Mike Shiva war ja eben als Scherz gemeint. Indem Sie Darwin mit Globuli vergleichen wäre das ähnlich wie diesen Betrüger mit Galilei zu vergleichen. Mike Shiva ist kein "Produkt der vermessenen östlichen Denkweise" sondern ein Scharlatan der den Dummen das Geld aus dem Sack zieht.
Sie erwähnen als Informationsquelle Progenesis Schweiz. Auch hier wäre das wie wenn sich ein Vegetarier die Infos beim Metzgereiverband holt. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung dass sich die Grundaussagen von Darwin mit Gott vereinbaren lassen. Lesen Sie bitte Darwin nochmals und nicht was Progenesis über Darwin glaubt zu wissen, verfremdet oder verdreht. Danach setzten Sie Darwin in den Kontext seiner Zeit und vergleichen ihn mit dem jetzigen Wissen.
Lassen Sie mich ein Beispiel aus dem Koran geben, wie sich Leute über Auslegung streiten können. Wir sprechen in unserem Glauben vom heiligen Geist. Darüber entbrannte immer wieder Streit unter den Klerikern der beiden Religionen. Im Koran steht aber "Maria empfing den Hauch Gottes". Die Meisten lesen nur das, was sie lesen möchten.
Man muss nicht Scheuklappen anziehen um Gott im Herzen zu tragen.
Wenn Sie wirklich ein Christ wären, würden Sie auch nicht auf Religionsgemeinschaften, Päpste und deren Sekten oder dergleichen hören (auch nicht auf Mike Shiva...), sondern auf Jesus, den Gott der Bibel. Die Bibel ist längst nicht nur ein Buch mit "hübschen Gleichnissen", die man als humanistisch oder egozentrisch veranlagte Person lesen und für sich selbst interpretieren soll, sondern ein vollumfängliches (übrigens das einzige) Werk, in dem die ganze Menschheitsgeschichte (Vergangenheit, Gegenwart & Zukunft) wahrheitsgetreu aufgezeichnet ist und natürlich vom Leser Vertrauen (oder: Glauben) fordert, denn das ist schlussendlich der Sinn dieses Heiligen Buches; Menschen von Ihrer Gottlosigkeit und Sündhaftigkeit zu überzeugen, damit sie erkennen, dass sie einen Erlöser & Retter & Stellvertreter brauchen und durch Busse gerettet werden können. Das die Bibel vor allem in der heutigen Zeit für alles andere missbraucht wird, widerlegt nicht die Tatsache, dass Gott einmal jeden Menschen entsprechend seiner Worte und Taten richten wird. Mike Shiva ist u.a. übrigens auch ein Produkt der vermessenen östlichen Denkweise. Dass Sie sich durch meine klare Stellung gegen die Indoktrinierung von Darwins Theorie der "Selektion der Arten" (und der darauf aufbauenden unhaltbaren Evolutionstheorie) in Ihrem Innersten verletzt fühlen kann ich nachvollziehen; aber es bleibt eben eine gottlose unsinnige Theorie, die nicht haltbar ist - sehen sie doch einmal auf der Seite: http://www.progenesis.ch/ nach, da finden Sie gute Sachbücher über Darwins Irrtum. (Zum Beispiel das Buch: "Darwin im Kreuzverhör").
Ich bin auch Christ und sehe die Bibel als Gleichnisse, geschrieben in einer Zeit mit anderer Kultur und Sprache. Hätten wir aber auf Religionsgemeinschaften oder die Kirche gehört, dann wären wir kaum weiter gekommen. Darwin mit Globuli zu vergleichen ist eine Frechheit. Wie wäre es mit Mike Shiva und Galilei?
War ja niemand dabei damals. Es ist auch klar dass es für die Meisten hart sein kann zu glauben, dass die Erde ein Mückenschiss im Universum ist und wir eventuell das vorläufige Endprodukt eines weiterentwickelten Bio-Unfalls.
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