Epidemie-Schwellenwert überschritten
Grippe in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch
publiziert: Mittwoch, 20. Jan 2016 / 14:56 Uhr
Die Zahl der Verdachtsfälle hat sich im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt.
Die Zahl der Verdachtsfälle hat sich im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt.

Bern - Die Grippe breitet sich in der Schweiz weiter aus. Im Vergleich zur Vorwoche verdoppelten sich die Grippeverdachtsfälle. Damit ist zum ersten Mal in dieser Grippe-Saison der Epidemie-Schwellenwert überschritten.

2 Meldungen im Zusammenhang
In der vergangenen Woche suchten auf 100'000 Einwohner 109 Personen wegen Grippeverdachts ihren Arzt oder ihre Ärztin auf, wie den vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist. Die Zahl der Verdachtsfälle hat sich im Vergleich zur Vorwoche (53) verdoppelt.

Damit liegt die Zahl der neuen Verdachtsfälle zum ersten Mal in dieser Grippe-Saison über dem epidemischen Schwellenwert. Am meisten neue Fälle (144 auf 100'000 Einwohner) gab es bei Kindern bis 4 Jahre. Auch die Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen und die der 30- bis 64-Jährigen war stark betroffen. Die Grippeaktivität ist in allen Altersgruppen steigend.

Weit verbreitet war die Grippe nach wie vor im Graubünden und im Tessin. Übergeschwappt ist sie in die Ostschweizer Kantone Appenzell-Innerrhoden, Appenzell-Ausserrhoden, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich sowie in die Region Bern, Freiburg, Jura.

Verbreitet hat die Grippewelle auch die Region Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn erreicht. Dort ist die Tendenz steigend.

Etwas abgeschwächt hat sich die Grippewelle in den Innerschweizer Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Uri und Zug, wo sie vergangene Woche noch stark verbreitet war. Bisher nur sporadische Grippeverdachtsfälle wurden in der Westschweiz erfasst.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Grippeepidemie breitet ... mehr lesen
Mit einfachen Massnahmen kann der Ausbreitung vorgebeugt werden. (Symbolbild)
In den meisten Teilen der Schweiz liegt die Grippeaktivität klar unter dem Epidemie-Schwellenwert.
Chur - Die Grippe breitet sich in Graubünden und dem Tessin aus. Der Epidemie-Schwellenwert wurde dort vergangene Woche überschritten, das Virus ist laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag. mehr lesen  
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Jahresbericht 2016 mit. mehr lesen  
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus ... mehr lesen  
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich stark bewölkt, Regen
Basel 10°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 14°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Bern 7°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewittrige Regengüsse
Luzern 6°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewittrige Regengüsse
Genf 7°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen gewittrige Regengüsse
Lugano 11°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten