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Grippewelle in USA erstmals in Echtzeit prophezeit
publiziert: Donnerstag, 5. Dez 2013 / 08:00 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Dez 2013 / 08:15 Uhr
Mithilfe von Google können Forscher neun Wochen im Voraus warnen. (Symbolbild)
Mithilfe von Google können Forscher neun Wochen im Voraus warnen. (Symbolbild)

New York - Experten der Columbia University haben erstmals den Zeitpunkt des Höhepunktes der Grippesaison 2012/2013 vorhergesagt. Bis zu neun Wochen im Voraus konnten die Forscher in 108 US-Städten die Influenza prognostizieren. In das für diesen Versuch eingesetzte Prognoserechnungssystem wurden Techniken aus der modernen Wettervorhersage für lokale Trends einbezogen.

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«Wenn man über den Zeitpunkt und die Intensität einer Grippewelle gewarnt wird, kann man einen Teil der Ansteckungen durch Vorkehrungsmassnahmen von Offiziellen und der Bevölkerung verhindern», sagt Studienleiter Jeffrey Shaman. Dem Experten nach wäre es für die Gesundheitsbeauftragten einer Region auch möglich, die Menge der notwendigen Impfstoffe und Medikamente bereitzustellen.

Die Erhebung ist die erste Studie dieser Art in den USA, die solche Vorhersagen in Echtzeit für das gesamte Staatsgebiet durchgeführt hat. Dabei erreichte die Prognosegenauigkeit des Systems 70 Prozent und konnte bis zu neun Wochen im Voraus die Grippewelle vorhersagen. Unterschiede in der Prognosequalität zeigten sich zwischen kleineren und grösseren sowie dichteren und nicht so dicht besiedelten Städten.

«Unsere Vorhersagen waren in kleineren Städten besser als in grösseren. Auch die Bevölkerungsdichte hat einen Einfluss auf die Genauigkeit der Vorhersagen. So könnte es sein, dass wir für Städte wie New York in Zukunft eine feinere Körnung, zum Beispiel auf Bezirksebene durchführen. In einer aufgesplitterten Stadt wie Los Angeles könnte es möglich sein, Influenza auf Nachbarschaftslevel vorherzusagen.»

Google Influenza Trends miteinbezogen

Die Wissenschaftler verwendeten für ihr Prognosemodul kombinierte Daten aus den Google Influenza Trends. Der Service stellt basierend auf der Zahl der grippeverwandten Suchbegriffe sowie Berichten aus den regionalen Gesundheitszentren über bestätigte Fälle Schätzungen eines Grippeausbruchs an.

Dabei hatten die Forscher auch mit einigen Nebengeräuschen beim Sammeln der Daten zu kämpfen. Denn verursacht durch Medienberichte über Grippe sowie über das Grippevorhersagesystem wurden die Algorithmen der Google-Grippe-Trends zeitweise völlig überladen. So schmunzelt Shaman: «Und ich war ein Teil des Problems.»

 

 

(tafi/pte)

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