Grösstes Fischsterben seit Jahren
publiziert: Dienstag, 22. Apr 2008 / 16:06 Uhr

Chur - Im Vorderrhein bei Sedrun ist es zum grössten Fischsterben seit Jahren in Graubünden gekommen. Mindestens 900 Bachforellen verendeten - viel mehr als von den Behörden zunächst gemeldet. Möglich ist ein Einfluss des Neat-Tunnelbaus.

Das kantonale Amt für Jagd und Fischerei rechnet mit rund 900 toten Forellen. (Archivbild)
Das kantonale Amt für Jagd und Fischerei rechnet mit rund 900 toten Forellen. (Archivbild)
Das grosse Fischsterben ereignete sich am Mittwoch letzter Woche unterhalb der Neat-Baustelle bei Sedrun im Bündner Oberland.

Das Amt für Natur und Umwelt meldete zunächst gegen 100 tote Fische. Tatsächlich verendeten im Vorderrhein aber mindestens 900 Bachforellen.

Die grössere Zahl an toten Fischen sei entdeckt worden, nachdem eine Strecke von fünf bis sechs Kilometern flussabwärts abgesucht worden sei, sagte Marcel Michel vom kantonalen Amt für Jagd und Fischerei auf Anfrage zu einem Bericht der Zeitung «Tages-Anzeiger». Vermutlich seien sogar mehr als 900 Forellen eingegangen.

Das Bündner Amt für Natur und Umwelt hat wegen Verstosses gegen das Gewässerschutzgesetz Anzeige gegen unbekannt eingereicht. Aufgrund des laufenden Verfahrens wollen sich beide Ämter nicht weiter zum Vorfall äussern. Wasserproben und tote Fische werden derzeit an der Universität Bern analysiert.

(rr/sda)

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