Grossangriff der PKK - mindestens 24 Soldaten getötet
publiziert: Mittwoch, 19. Okt 2011 / 11:39 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 19. Okt 2011 / 18:02 Uhr
Ein Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei PKK (Symbolbild).
Ein Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei PKK (Symbolbild).

Ankara - Beim schwersten PKK-Angriff seit Jahren haben kurdische Kämpfer im Südosten der Türkei mindestens 24 Soldaten und Polizisten getötet. Das bestätigte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch. Die türkischen Streitkräfte reagierten nach Medienberichten mit Bombenangriffen auf vermutete PKK-Einrichtungen im Irak.

8 Meldungen im Zusammenhang
Zudem wurden nach Medienberichten Truppen in Marsch gesetzt. Im kurdischen Siedlungsgebiet in der Türkei war es zuletzt wiederholt zu kleineren Gefechten gekommen.

Angehörige der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK griffen am frühen Mittwochmorgen mit automatischen Waffen eine Armeeunterkunft in der Stadt Cukurca an. Wachleute erwiderten das Feuer. Bei dem halbstündigen Gefecht wurden zudem 22 Soldaten verwundet.

Anschliessend flohen die Angreifer. Sie wurden von Sicherheitskräften verfolgt, wie der türkische Nachrichtensender NTV meldete. In ersten Berichten war zunächst von 26 Toten die Rede.

Insgesamt griffen PKK-Kämpfer laut NTV acht Ziele in der Grenzprovinz Hakkari an. Es war der folgenschwerste PKK-Angriff seit März 1999. Damals starben 13 Menschen bei einem Angriff auf ein Istanbuler Einkaufszentrum.

Immer mehr Angriffe

Die Region wurde in den vergangenen Monaten vermehrt zum Ziel von PKK-Angriffen. Am Dienstag starben fünf Polizisten bei einer Explosion in der Provinz Bitlis. Das türkische Parlament hatte Anfang Oktober das Mandat der Regierung zur Bekämpfung der PKK im Nordirak verlängert.

Die Armeeunterkunft Cukurca liegt nahe der irakischen Grenze. Es wurde daher vermutet, dass die Kämpfer aus dem Nordirak kamen. Die PKK unterhält dort mehrere Militärlager. Türkische Kampfflugzeuge hoben laut NTV ab, um PKK-Ziele im Nordirak zu bombardieren. PKK-Stellungen in den Kandil-Bergen und nahe der Stadt Zap seien unter den Zielen.

Türkischen Medienberichten zufolge hätten zudem türkische Stosstrupps von etwa 600 Soldaten die Grenze zum Irak überquert. Die Angaben wurden von der Armee zunächst nicht bestätigt.

Präsident schwört Rache

Präsident Abdullah Gül schwor Vergeltung für den Angriff. Die Türkei werde vom Terrorismus nicht erschüttert werden, sagte er vor Reportern.

Die kurdische Partei für Frieden und Demokratie BDP kritisierte den PKK-Angriff mit ungewohnter Schärfe. «Diese Angriffe brechen uns das Herz. Wir sagen: Stopp! Es hat schon genug Tote gegeben», hiess es in einer Medienmitteilung.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Diyarbakir - Die türkische Luftwaffe hat bei einem Angriff im Grenzgebiet zum Irak offenbar 35 kurdische Schmuggler getötet, statt PKK-Rebellen. Die Regierungspartei AKP entschuldigte sich für den wahrscheinlichen Irrtum. mehr lesen 
Berlin - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat jede Unterstützung für die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK ... mehr lesen
Der türkische Präsident Recep Tyyip Erdogan stellt sich kompromisslos gegen kurdische Unabhängigkeit.
Ein Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei PKK (Symbolbild).
Istanbul - Die türkische Armee hat bei ihrem Militäreinsatz gegen kurdische ... mehr lesen
Hakkari - Die türkische Armee hat ihre Angriffe auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Südosten des ... mehr lesen
Die türkische Armee befindet sich in einer Grossoffensive gegen die PKK.
Die türkische Luftwaffe setzt ihre Angriffe fort. (Symbolbild)
Diyarbakir - Die türkische Armee hat ihre Offensive gegen die verbotene ... mehr lesen 3
Weitere Artikel im Zusammenhang
Istanbul - Eine kurdische Untergrundgruppe hat sich zum Bombenanschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara bekannt, bei ... mehr lesen
Kurdische Rebellen (Archivbild).
Die türkische Armee hat bis zu 100 mutmassliche kurdische Rebellen getötet.
Ankara - Bei Luftangriffen auf kurdische Rebellen im Nordirak sind nach Angaben der ... mehr lesen
Ankara/Istanbul - Die türkische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nachbarland Irak am Freitag fortgesetzt. Kampfjets hätten am Morgen erneut Ziele in den Kandil-Bergen bombardiert, berichtete die PKK-nahe Nachrichtenagentur Firat. mehr lesen 
Gegen die
PKK-Terroristen muss mit der grösstmöglichsten Härte vorgegangen werden. Die Terroristen müssen wissen dass sie so nicht durchkommen. Ferner sind durch die TR massenweise Drohnen einzusetzen um die Terroristen unter ständigem psychologischem Druck zu halten. Unter psychologischem Stress begehen sie irgend wann Fehler und können so mit Drohnen effizient bekämpft werden.
Eine Streubombe soll den Schweizer IKRK-Mitarbeiter in Donezk getötet haben. (Symbolbild)
Eine Streubombe soll den Schweizer ...
Ukraine  Berlin - Schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Armee: Gemäss der Menschenrechtsorganisation «Human Rights Watch» (HRW) soll die Armee die international geächteten Streubomben abgefeuert haben. Eine dieser Bomben soll in Donezk den Schweizer IKRK-Mitarbeiter getötet haben. 
Im Osten der Ukraine sterben fünf Menschen Donezk/Charkow - Bei Kämpfen im Osten der Ukraine sind am Samstag erneut fünf Menschen getötet worden. In Donezk starben drei ...
Zwölf Tote bei Kämpfen im Osten der Ukraine Donezk - Im Osten der Ukraine drohen die Kämpfe wieder in grösserem Umfang ...
Schweizer IKRK-Mitarbeiter bei Artilleriefeuer getötet Donezk - Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe in der ...
Heftige Gefechte  Mürsitpinar - Trotz der jüngsten militärischen Unterstützung für die Kurden in Kobane ...
Viele Menschen fliehen vor der IS-Terrormiliz.
Türkei lässt Peschmerga-Kämpfer nach Kobane Washington/Kobane/Istanbul - Die Türkei lässt nach Angaben der Regierung kurdische Peschmerga-Kämpfern aus ...
USA versorgt Kurden in Kobane mit Waffen Washington - US-Flugzeuge haben erstmals Waffen für die kurdischen Kämpfer gegen ... 1
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Auch... Assad wird in den letzten Jahren die Nachrichten verfolgt haben und ... gestern 08:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Es... ist ein lobenswerter Ansatz Menschen die in schwierigen Situationen ... gestern 08:35
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Um... zu verstehen, welch hartes Erbe Joko Widodo antritt, sollte man den ... Mo, 20.10.14 14:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Ohne... eine wirksame Bekämpfung der IS werden auch der Libanon, Jordanien und ... Mo, 20.10.14 10:07
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Die... Rechnung wird in Menschenleben gezahlt! Üblich ist in solchen Fällen ... So, 19.10.14 10:08
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Libyen... bleibt noch aus einem anderen Grund als Problem an Europa hängen. Denn ... So, 19.10.14 08:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Man... hat schon oft gehört, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... Fr, 17.10.14 07:46
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Für... R. Erdogan wird es verlockend sein, seinen Einflussbereich nun ... Do, 16.10.14 10:59
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 11°C 14°C bewölkt, Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 10°C 13°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen 13°C 16°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern 15°C 18°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 14°C 21°C bewölkt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 16°C 20°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 15°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten