Grosse Effizienz von Novak Djokovic
publiziert: Dienstag, 11. Nov 2008 / 19:18 Uhr

Novak Djokovic ist der erste Masters-Halbfinalist und gleichzeitig Sieger der Gruppe Gold. Der Serbe setzte sich mit 7:6 (7:3), 0:6, 7:5 gegen Nikolai Dawydenko durch. Der Russe spielt am Donnerstag gegen Juan Martin Del Potro (7:6, 7:6 gegen Jo-Wilfried Tsonga) um den zweiten Halbfinalplatz.

Novak Djokovic ist im Halbfinal.
Novak Djokovic ist im Halbfinal.
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Djokovic zeigte, dass Qualität im Tennis eben vor Quantität geht. Er gewann zwar drei Games und fünf Punkte weniger als der Russe, durfte aber den Court doch jubelnd verlassen, weil er die wichtigen Punkte gewann.

Dawydenko leistete ihm allerdings tatkräftig Schützenhilfe, speziell, als er bei 5:5 und 40:30 einen leichten Rückhandvolley verschlug und wenig später das entscheidende Break kassierte. Der zweihändig geschlagene Rückhand-Flugball Dawydenkos ist wohl einer der technisch schlechtesten Schläge aller Topspieler.

Sehr selbstkritisch

Speziell enttäuscht war er wegen dieser Art von Fehlern aber nicht, sondern zeigte sich vielmehr äusserst selbstkritisch: «Ich spiele ja nie gute Volleys. Ich bin vielmehr jeweils überrascht, wenn mir einmal ein guter Ball am Netz gelingt.»

Der Serbe hat sich gegenüber dem Vorjahr schon massiv gesteigert. 2007 war er bei seiner Premiere in der Vorrunde mit drei Zweisatz-Niederlagen sang- und klanglos ausgeschieden.

Del Potros Traumwochen

Die beiden gegensätzlichen Spielertypen Tsonga und Del Potro boten den Fans eine Partie, die den Aufsteigern des Jahres würdig war. Hier der Franzose, der 17 Asse schlug und dem einmal mit vier Assen in Serie ein perfektes «jeu blanc» gelang, dort der Argentinier, der dieses Gewitter über sich ergehen liess und bei den langen Grundlinienduellen mit seinen gleichsam enorm harten wie präzisen Schlägen ein Plus hatte.

Del Potro führte in beiden Sätzen mit Break, musste aber beide Male doch noch ins Tiebreak, wo sich jeweils seine grössere Konstanz durchsetzte. «Ich habe viel besser aufgeschlagen als im ersten Match, vor allem in den wichtigen Momenten», analysierte der 20-Jährige. Tsonga hat damit in Schanghai in den letzten drei Sätzen drei Tiebreaks verloren.

Dass Del Potro in den Tagen von Schanghai wieder frisch wirkt, erstaunt; noch vor zwei Wochen in Basel war ihm die Müdigkeit an jeder Faser seines Körpers anzusehen gewesen. Er sagt aber, der Eindruck täusche: «Ich konnte mich nicht erholen, dazu fehlte mir die Zeit. Aber das Masters ist ein Traum für jeden Spieler und ich habe die Chance, hier mitzumachen, also habe ich sie genützt.»

Argentinien empfängt Spanien

Während alle anderen Teilnehmer von Schanghai am Sonntag die Rackets für einige Wochen in die Ecke stellen können, kann Del Potro von dieser Konstellation vorerst nur träumen und zwar wegen des nächsten Traums: Argentinien empfängt am kommenden Wochenende Spanien im Davis-Cup-Final in Mar Del Plata. Für Del Potro ein weiteres Highlight seiner noch jungen Karriere: «Ganz Argentinien will diesen Titel, das wird für mich eine grossartige Woche, da darf ich noch nicht müde sein.»

Seit Montag steht fest, dass Rafael Nadal dann nicht dabei sein wird. Für Del Potro ist die Absage der Weltnummer 1 ein zweischneidiges Schwert, ist Nadal doch ein guter Freund von ihm: «Unsere Chancen steigen damit natürlich etwas. Für das Spektakel ist es aber natürlich schade, zudem tut es mir sehr leid, dass er eine ernsthafte Verletzung hat.»

Dann, ab dem 24. November, sind aber endgültig auch für Del Potro Ferien angesagt, die Vorbereitung auf die nächste Saison wird bei ihm etwas kürzer ausfallen. Auch gezwungenermassen, weil er sich zuerst eingewachsene Zehennägel entfernen lassen muss. «Ich werde mir dann genügend Zeit nehmen, um doch einigermassen vorbereitet für 2009 zu sein.»

(Marco Keller/Si)

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