Liebe zur Heimatstadt Zürich
Grosse Ehre für Max Frisch
publiziert: Donnerstag, 20. Jan 2011 / 13:50 Uhr
Max Frisch.
Max Frisch.

Zürich - Zum 100. Geburtstag des Schweizer Schriftstellers und Architekten Max Frisch kommen eine 20-Franken-Silbermünze sowie eine Sonderbriefmarke auf den Markt. Der Ausgabetag der Münze ist der 20. Januar. Die 1-Franken-Briefmarke ist an den Poststellen ab 3. März erhältlich.

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Max FrischMax Frisch
Die Münze der Eidgenössische Münzstätte Swissmint zeigt den eher reiferen Frisch frontal mit einer Pfeife im Mund. Gestaltet hat die Münze der in Zürich geborene und in Lausanne lebende Künstler Daniel Frank.

Die Sonderprägung hat einen Nennwert von 20 Franken. Sie ist ab sofort bei Swissmint, Banken und Münzhändlern erhältlich, wie es anlässlich der Präsentation am Donnerstag in Zürich hiess.

Auf der Sondermarke der Schweizerischen Post ist Frisch - ohne Pfeife - im Profil zu sehen. Geschaffen haben die Marke Simon Hauser und David Schwarz.

Bestandteil des Schulkanons

Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Am 4. April 1991 verstarb er in seiner Geburtsstadt. Mit Theaterstücken wie «Biedermann und die Brandstifter» oder «Andorra» sowie mit seinen Romanen «Stiller», «Homo faber» und «Mein Name sei Gantenbein» erreichte er ein breites Publikum.

Auch fand er Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und Prosawerke sowie literarische Tagebücher.

Konstant, kompromisslos, analytisch

Anlässlich der Erstpräsentation von Münze und Briefmarke beleuchteten Peter von Matt, emeritierter Literaturprofessor, sowie Präsident der Max Frisch-Stiftung, und Zürichs Kulturchef Peter Haerle unter anderem Max Frischs Verhältnis zu Zürich.

Gemäss von Matt liebte Frisch die Stadt Zürich. «Die Liebe zu seiner Heimatstadt war die dauerhafteste - neben der zu seiner Mutter und zum Meer», sagte von Matt. Die Bindung zu Zürich habe Frisch - «ein Nomade und ewiger Reisender» - nie abreissen lassen.

In seiner Heimatstadt sei Frisch stets wahrgenommen worden. Die einen hätten in verehrt, die andern gehasst. Denn Frisch habe immer polarisiert durch seine politischen oder gesellschaftspolitischen Positionen, die er stets kompromisslos vertreten habe.

Als Menschen habe er Frisch als heiter und witzig erlebt, sagte von Matt. Aber Frischs analytischer Blick habe einem immer das Gefühl gegeben «als stehe man ein wenig in den Unterhosen da».

(bg/sda)

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