Grosse Ehre für jüngsten Ständerat
publiziert: Montag, 1. Dez 2008 / 18:41 Uhr

Bern - Der Freiburger Alain Berset (SP) hat seine Wahl zum Ständeratspräsidenten in der Antrittsrede als grosse Ehre bezeichnet. Dies umso mehr als er mit 36 Jahren der jüngste Ständerat sei.

Der Freiburger Alain Berset ist mit 36 Jahren der jüngste Ständerat.
Der Freiburger Alain Berset ist mit 36 Jahren der jüngste Ständerat.
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Mit seiner Wahl habe sich der Ständerat zum zweiten Mal hintereinander für den Vertreter einer Sprachminderheit entschieden. Damit und auch mit dem Umstand, dass im Ständerat die Debatten nicht simultan übersetzt werden, zeige die Kleine Kammer, dass das gegenseitige Verständnis über die Sprachgrenze hinweg funktioniere.

Das sei ein hoher Anspruch, der aber aus der Schweiz ein spezielles Land mache. Anspruchsvoll sei auch, dass das Parlament mit immer komlexeren Problemen konfrontiert sei. Er wolle in seiner Amtszeit dazu beitragen, angemessene Lösungen zu entwickeln.

Der scheidende Ständeratspräsident Christoffel Brändli (SVP/GR) sagte, für ihn sei nun eine Möglichkeit zu Ende, Präsenz für die romanische Sprache zu markieren. Diese Sprache sei kein Überbleibsel, sondern wie das Italienische ein Element des schweizerischen Staatsverständnisses.

Vielfalt und Rücksicht auf Minderheiten seien essenziell. Der Ständerat habe sich vom konservativen Image gelöst, lösungsorientiert und innovativ in vielen Geschäften die Führung übernommen. Das Jahr sei nicht einfach gewesen, der Rat habe aber parteipolitische Überlegungen hintangestellt.

(smw/sda)

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