Repräsentative Umfrage des Link Instituts
Grosse Mehrheit für die Mindestlohn-Initiative
publiziert: Sonntag, 24. Mrz 2013 / 09:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 24. Mrz 2013 / 11:17 Uhr
Die Volksinitiative «Für den Schutz fairer Löhne» verlangt einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde.
Die Volksinitiative «Für den Schutz fairer Löhne» verlangt einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde.

Bern - Würde heute abgestimmt, wären 76 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten für die Mindestlohn-Initiative. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Link Instituts, die von der «Schweiz am Sonntag» veröffentlicht wurde.

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Demnach sprachen sich 38 Prozent Befragten «voll» und 38 Prozent «eher» für Initiative aus. Lediglich 7 Prozent sind «voll» und 15 Prozent «eher dagegen». Das Link Institut befragte im Auftrag des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, der die Initiative lanciert hatte, vom 11. bis zum 16. März 1010 Schweizerinnen und Schweizer.

Die Volksinitiative «Für den Schutz fairer Löhne» verlangt einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde. Er soll für alle Branchen und in allen Landesteile gelten. Ferner sollen Bund und Kantone Mindestlöhne in Gesamtarbeitsverträgen fördern.

Der Bundesrat sprach sich im Januar gegen die Initiative aus und verzichtete auch auf einen Gegenvorschlag. Er teile zwar das Ziel der Initianten, die Armut zu bekämpfen. Ein Mindestlohn sei dafür aber kein geeignetes Mittel.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann relativierte gegenüber der «Schweiz am Sonntag» auch die Umfrage-Ergebnisse: Wenn die Befragten zwischen etwas mehr Lohn oder einer gesicherten Arbeitsstelle abwägen müssten, dann sähen die Antworten wohl anders aus, sagte er.

Die Initiative würde mehr Leute in die Arbeitslosigkeit schicken, denn sie habe zwei negative Effekte: «Erstens würden die Unternehmen zurückhaltender mit Neueinstellungen und zweitens nehmen wir den jungen Leuten einen gewissen Ehrgeiz weg, an sich und ihrer Karriere zu arbeiten», sagte Schneider-Ammann.

(asu/sda)

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Gratulation!
Sie haben es tatsächlich geschafft? Ganz ohne das Wort mit den 4 Buchstaben? Ich zöge meinen Hut, hätte ich einen auf... War es anstrengend? :-)

Jetzt nähme es mich aber Wunder, welche grossartigen Vorzeigebeispiele Sie weltweit vorbringen können, die den Mindestlohn ERFOLGREICH in die "Kette der notwendigen sozialen Grundlagen" eingebaut haben.... Frankreich etwa? Nur in sozialistischen Wirtschaftssystemen finden Sie dieses Ihr Kettenglied.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen einen Mindestlohn - aber ein Mindestlohn kann nur in wirtschaftlich guten bis sehr guten Zeiten ein Werkzeug sein, um die unterste Lohnempfängerschicht zu stützen. Das kann volkswirtschaftlich in meinen Augen Sinn machen. Wie gesagt, in guten Zeiten.
Die haben wir nicht.
Ein Mindestlohn ist nicht geeignet, um für Niedrigstlohn-Branchen den Gang zum Sozialamt zu verhindern. Eher wird die Zahl derer,die diese Strasse der Verdammten gehen müssen (ich spreche nicht von Hängematten-Bezügern) steigen.
Insbesondere werden ALLE derartigen Massnahmen, die ex officio ins Lohngefüge der Angestellten der Privatwirtschaft eingreifen, kontraproduktiv in Ihrem Sinne sein.
Die Vorgehensweise unserer Regierung und der Linggen ist im Ansatz falsch.
Das Establishment sieht die Zukunft noch immer in grenzenlosem Güter-, Kapital- und dadurch indirekt verursachten Menschenhandel weltweit. PFZ ist nichts anderes als moderne Sklaverei, mit an den Sklaven delegierter Selbstverantwortung. Anders gesagt, während er in früheren Zeiten angekettet auf dem Markt angeboten wurde, muss er heute noch selbst für seine Vermarktung sorgen. Der Rest ist gleich geblieben.
Dadurch haben wir beinahe sämtliche staatlichen Schutz- und Steuermechanismen abgebaut oder aus der Hand gegeben. Ein kleines Land wie die Schweiz, das nicht selbst in der Lage ist, über die Einwanderung zu bestimmen, ist politisch de facto handlungsunfähig. Wenn Sie nicht wissen, wieviele Hungrige Sie nächste Woche am Mittagstisch ernähren müssen, können Sie schlecht die Küche planen. Und wenn Sie dann erfahren, dass es 200 mehr sind, als Sie ernähren können, bleibt Ihnen nichts anderes mehr, als die vorhandenen Vorräte auf 300 statt auf 100 zu verteilen. So wird es uns ergehen.

Der Abbau dieser Schutzmechanismen nützt im Grossen und Ganzen nur den global tätigen Unternehmen und vielleicht einigen glücklichen Ausnahmen. Der Rest hat zu spuren. Spannenderweise finden ausgerechnet die Verlierer jede Menge Gründe, weshalb alles mögliche zu Grunde geht - ausser natürlich die Globalisierung, die darf als Grund gar nicht erwogen werden. Das könnte als billige Ausrede gewertet werden. Lieber mit wehenden Fahnen untergehen...

Nun, was haben die Linggen für Rezepte?
Weitermachen! Das Rezept der Linggen heisst schlicht "retrospektive Progression".
Damit werden nach all den abgebauten Protektionismen, die unsere Binnenwirtschaft einst geschützt hatten, wieder neue Protektionismen aufgebaut. Nun allerdings, da kaum mehr eine Binnenwirtschaft im Lande existiert - wer soll da bloss wem gegenüber protektioniert werden?
So,wie es zur Zeit aussieht, möchten sich da bloss einige ihr langsam verdorrendes Gärtchen schützen. Weil Sie es nicht wagen oder aus poltischen Gründen nicht wollen - nämlich die wahren Ursachen sehen und anerkennen. Es wird aber nichts nützen. Die Arbeitslosigkeit wird mit dieser Massnahme leicht steigen. Und die dabei entstehenden Kosten werden die Löhne zusätzlich belasten.

PS: Glauben Sie wirklich, dass jene, die "ohne Pardon auf der Strasse stehen, wenn den Grossen danach ist", dass denen geholfen wäre... mit einem "Mindestlohn" ???!!
Doch, eben keinschaf, darum braucht es ...
... zur Ergänzung der noch fehlender Glieder in der Kette der notwendigen sozialen Grundlagen, diese Glied!
Es verhilft zig-tausenden von IV-Rentnern, alten Leuten, jungen Leuten, sich wieder aufrichtenden Menschen undundund zumindest so weit, das sie wieder Hoffnung schaffen können - Zum Beispiel nachdem sie ohne Pardon plötzlich auf der Strasse stehen, wenn den "Grossen" danach ist ...!
Faule Nummer.
Gegen die Abstimmung darüber, ob Angestellte einen Mindestlohn haben sollen, ist grundsätzlich nichts einzuwenden.
Mindestlöhne sind und waren sozialistische Pferde; es ist daher fast selbstverständlich,dass diese gewerkschaftliche Forderung kommt.
Gewerkschaften sind ja ebenso eine lingge Errungenschaft,die schon seit sehr langer Zeit existiert. Offenbar ist diese sozialistische Einrichtung aber nicht sehr zielführend - sonst bräuchte es die diversen Vorlagen "gegen Abzocker", "1:12" und "Mindestlöhne" ja nicht ;-)

Nun, wer den Linggen trotzdem nach hundert Jahren noch glaubt, ihre Lösungen seien zielführend, der möge das glauben. Sehr viel darüber nachgedacht hat derjenige aber nicht, sonst müsste er zu einem anderen Ergebnis kommen.

Nun aber zu dieser Umfrage. Da wird wieder einmal mit falschen Karten gespielt.
Die Befragten haben nämlich implizit auf eine andere Frage geantwortet,als gestellt wurde.
Sie befürworten nicht einen Mindestlohn für alle, sondern befürworten den Umstand, dass jeder Arbeitstätige in der Lage sein sollte, seine Existenz selber bestreiten zu können.

Das ist aber nicht dasselbe.
Ein Mindestlohn wird diese Forderung gar nicht erfüllen. Im Gegenteil; er wird dafür sorgen, dass Arbeitnehmer, die ihre Existenz nicht vollständig selber erwirtschaften können (weil ihre geleistete Arbeit im aktuellen Umfeld nicht den entsprechenden Gegenwert erzielt),
relativ rasch und unbürokratisch ihrer Stelle verlustig gehen - sofern sie noch eine haben.
Solche Stellen werden schlicht und einfach weggezaubert.
Oder glaubt jemand im Ernst, es gäbe auch nur einen einzigen Arbeitgeber, der mehr Lohn für eine Arbeit bezahlen würde, als diese ihm Wert ist?

Solches wäre überhaupt nur möglich, wenn höherwertige Arbeiten die niederwertigen quersubventionieren. Das war früher einmal. Im aktuellen Umfeld mit globalisierter Wirtschaft, ausgelagerter Produktion, dem von den Linggen MITunterstützten Umbau der Schweizer Wirtschaft in eine Dienstleistungsgesellschaft, der von den Linggen MITunterstützten Massenwanderung von Arbeitskräften, usw. usf. ein DING der Unmöglichkeit geworden.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch der kopflose Atomausstieg und damit der Abschied von der billigen Energie und die Arbeitslosigkeit wird sich im Land ausbreiten,wie die Pest. Zur Freude der Linggen natürlich. Oder?
.
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