Weniger Armut im Norden
Grosse Unterschiede bei der sozialen Gerechtigkeit
publiziert: Donnerstag, 27. Okt 2011 / 19:36 Uhr
Die Studie weist auf wachsende Ungleichheit bei der Einkommensverteilung hin.
Die Studie weist auf wachsende Ungleichheit bei der Einkommensverteilung hin.

Gütersloh - Unter den führenden Wirtschaftsnationen gibt es ein grosses Gefälle in der sozialen Gerechtigkeit. Dies besagt eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Schweiz belegt darin Rang 7.

5 Meldungen im Zusammenhang
Den vorbildlichen nordeuropäischen Ländern gegenüber stehen in der Studie Länder mit einem grossen Nachholbedarf wie etwa die USA, Griechenland, Chile, Mexiko und die Türkei gegenüber, wie es in der am Donnerstag im deutschen Gütersloh veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung heisst.

Die Experten verglichen bei 31 OECD-Staaten die Politikfelder Armutsvermeidung, Bildungszugang, Arbeitsmarkt, sozialer Zusammenhalt und Nicht-Diskriminierung, Gesundheit sowie Generationengerechtigkeit und vergaben dafür Punkte.

Die grösste soziale Gerechtigkeit herrscht der Untersuchung zufolge in Island, gefolgt von Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und der Niederlande.

Bei Kinderarmut im Mittelfeld

Vor allem Armut und die wachsende Kluft zwischen arm und reich seien ein grosses Problem in der OECD. So müssten im Schnitt der 31 analysierten Staaten 10,8 Prozent der Menschen mit weniger als der Hälfte des mittleren nationalen Haushaltseinkommens auskommen und würden entsprechend als arm gelten. Bei Kindern seien es sogar 12,3 Prozent.

Hier zeige sich aber besonders stark das Gefälle zwischen den Ländern: So liege die Kinderarmut in Dänemark bei nur 3,7 Prozent, in den USA als grösster Volkswirtschaft der Welt aber bei 21,6 Prozent. Die Schweiz befindet sich mit 9,4 Prozent Kinderarmut auf dem elften Platz des Rankings.

Rang 3 bei Arbeitsmarkt und Gesundheit

Rang 3 belegt die Schweiz im Bereich Arbeitsmarkt, wo das Land vor allem bei der Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit punktete. Nur Island und Norwegen schnitten besser ab. Ebenfalls Dritte wurde die Schweiz im Gesundheitsbereich. Auch hier schwang Island obenaus, diesmal vor Neuseeland.

Bei der Generationengerechtigkeit landete die Schweiz auf Rang 5. Bewertet wurde dabei der Verschuldungsgrad, die Umwelt- und Ressourcenpolitik sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Luxemburg - In der Europäischen ... mehr lesen
Besonders gefährdet sind Kinder von Eltern mit einem niedrigen Bildungsgrad.
Jeder siebte Bürger in den USA ist arm. (Symbolbild)
Suitland/Wiesbaden/Köln - Die in ... mehr lesen
Wien - Rund eine Million Österreicher ... mehr lesen
Michael Landau, Direktor der Caritas Wien: «Armut ist ein Stück Realität in Österreich.»
Zürich - Die Löhne der höheren ... mehr lesen 1
Gefüllte Manager-Koffer: Die Löhne steigen und steigen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
350 ausländische Campierer  Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck ... mehr lesen  
Trotz Anwesenheit des Sicherheitspersonals verlaufe der Aufenthalt der Fahrenden aber nicht konfliktfrei, schreibt der Kanton. (Symbolbild)
Die Ehe der Eltern hat einen erheblichen Einfluss auf die Psyche von Kinder und Teenager.
Einkommen weniger wichtig  Kinder verheirateter Eltern haben mehr Selbstvertrauen und sind glücklicher, egal wie hoch das ... mehr lesen  
Falsche Sichtweise  Selbst wenn sie hohe Steuerabgaben leisten müssen, leben reiche Amerikaner grösstenteils weiter in ihren angestammten Bundesstaaten und ziehen nicht in eine andere US-Region mit ... mehr lesen
In den vergangenen Jahre haben von knapp 500'000 Einkommensmillionären nur 12'000 pro Jahr den Bundesstaat gewechselt.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 10°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Basel 8°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 9°C 16°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 7°C 18°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern 11°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 9°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 9°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten