Grosser Auftritt des FC Basel
publiziert: Mittwoch, 25. Sep 2002 / 23:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Sep 2002 / 14:59 Uhr

Der FC Basel hat seine Erfolgsstory um ein neues Kapitel erweitert. Der Schweizer Meister kam in der Champions League in Liverpool dank des Tores von Julio Hernan Rossi in der 43. Minute zu einem überraschenden 1:1. Die Führung der Engländer erzielte Baros in der 34. Minute.

Herausragender Zuberbühler

Die Basis zum schmeichelhaften aber wichtigen Punktgewinn war die herausragende Leistung von Torhüter Pascal Zuberbühler. Schon in der ersten Halbzeit hatte er mehrmals bravourös gerettet. Doch in der Schlussphase sicherte "Zubi" den Bebbi gegen den eingewechselten El-Hadji Diouf mit zwei spektakulären Paraden das Unentschieden (72./81). Seinen Vorderleuten ist letztlich zu Gute zu halten, dass sie je näher das Ende des Kampfes kam, desto seltener die englischen Angriffe bis vor das eigene Tor gedeihen liessen.

Zu Beginn überrollt

Auf einen derart positiven Ausgang hatte vor allen in der Startphase wenig hingedeutet. Sie müssten trotz der Ehrfurcht vor dem legendären Stadion und der Freude auf die tolle Stimmung die Konzentration bewahren können, um von den Engländern nicht überrollt zu werden, hatte Basels Trainer Christian Gross am Vortag gesagt. Doch genau das Unerhoffte trat ein. Dem Druck der "Reds" hatten die Basler zu Beginn minutenlang nichts entgegenzusetzen. Schon nach 40 Sekunden kam Liverpool zum ersten Corner und nach zehn Minuten musste Torhüter Zuberbühler zweimal Schüsse des norwegischen Aussenverteidigers John Arne Riise an die Latte lenken. Die Dominanz der Briten war derart drückend, dass die Partie schon nach einer Viertelstunde hätte vorentschieden sein können.

Vor allem im Mittelfeld war die Überlegenheit in den Zweikämpfen eklatant. Schon weit in der eigenen Platzhälfte wurde der FCB attakiert, ein konstruktiver Aufbau war für die Schweizer nicht möglich. Dafür fehlte den Spielern von Trainer Gross die Gewohnheit, in diesem Tempo zu agieren. Die Fehlerquote war dadurch ungewohnt hoch. Und bei den weiten Bällen in den Sturm waren insbesondere Topskorer Christian Gimenez gegen die fehlerlosen gegnerischen Innenverteidiger Stéphane Henchoz und Sami Hyypiä chancenlos.

Die Spielrichtung blieb auch nach dem Liverpooler Startfurioso und bis zum Schluss dieselbe, aber irgendwie gelang es der Equipe von Trainer Gérard Houllier nicht, die Gefahrenmomente vor Zuberbühler zu wiederholen. Umso ärgerlicher für die Basler, dass sie just in Rückstand gerieten, als sie das Geschehen ein Bisschen ausgleichen konnten. Symptomatisch war indes die Entstehung des Tores von Milan Baros. Eingeleitet hatte das Unheil Toni Esposito, indem er in der Mittelzone unbedrängt einen Pass in die Füsse eines Gegners schlug. Nach einem Doppelpass mit Emile Heskey schloss Baros den Angriff zum 1:0 ab. Der Tscheche ist derzeit Liverpools Tor-Garantie. In zwei Meisterschaftsspielen traf er dreimal und auch an diesem Abend ging von ihm bedeutend mehr Gefahr aus als vom in einem Formtief steckenden Sturmpartner Michael Owen.

Nach diesem Coup - und ein Unentschieden beim vierfachen Meistercupsieger ist für eine Schweizer Mannschaft ein riesiger Erfolg - ist das Erreichen der Zwischenrunde für den FCB keine Utopie mehr. Dass die tolle Serie Basels von nun sieben Pflichtspielen ohne Niederlage auch in der englischen Hafenstadt fortgesetzt werden könnte, deutete sich in den letzten Minuten vor der Pause an. Tony Esposito hatte in der 43. Minute in seiner besten, weil einzig guten Szene, Rossi lanciert, der nach einem Fehler Carraghers alleine vor Torhüter Dudek zum 1:1 einschob. Und nur wenige Sekunden später traf Liverpools Stürmer Baros lediglich den Innenpfosten. Die Basler Himmelstürmer hatten auch an der Anfield Road das Glück gepachtet.

Basels Trainer Christian Gross: "Es war ein grosser Auftritt des FC Basel. Die Mannschaft wuchs an ihrer Aufgabe und hat toll gefightet. Phantastisch hielt Torhüter Zuberbühler. Aber alle Spieler zeigten Persönlichkeit, versteckten sich nicht und spielten mutig und selbstbewusst mit. Natürlich hatten wir auch einiges Glück. Doch das gehört dazu."

Torhüter Pascal Zuberbühler (Basel): "Das Lob gehört der ganzen Mannschaft. Alle haben vorbildlich gekämpft. Mir selber ist ein guter Match gelungen. Als ich die zwei ersten Bälle an die Latte abwehren konnte, spürte ich, dass das Spiel für uns laufen könnte. Liverpool war vor allem mit Weitschüssen oder mit seinen schnellen Kontern nach unnötigen Ballverlusten gefährlich. Ich habe stets daran geglaubt, auch an der Anfield Road punkten zu können."

(ba/sda)

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