Ex-Chef von verbotener Partei auf freiem Fuss
Grosser Empfang für entlassenen Baskenführer Otegi
publiziert: Sonntag, 6. Mrz 2016 / 09:12 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Mrz 2016 / 09:28 Uhr

Donostia-San Sebastian - Mehr als zehntausend Menschen haben am Samstag den aus der Haft entlassenen Ex-Chef der verbotenen Baskenpartei Batasuna, Arnaldo Otegi, in San Sebastián empfangen. «Wir kämpfen für die Freiheit dieses Landes, und wir werden niemals damit aufhören», sagte Otegi.

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Seine Anhänger hatten teilweise stundenlang im Regen angestanden, um bei der Rückkehr ihres Helden dabei zu sein, der im Velodrom der nordspanischen Stadt auftrat. Viele von ihnen trugen rot-weiss-grüne baskische Flaggen und Plakate mit der Forderung nach Freilassung von rund 400 in Spanien und Frankreich inhaftierten Mitgliedern der baskischen Untergrundorganisation ETA.

Otegi, der insgesamt 15 Jahre in Haft war, war am Dienstag nach sechseinhalb Jahren aus dem Gefängnis in Logroño im Norden Spaniens entlassen worden. Zu dieser Haftstrafe war er verurteilt worden, weil er versucht hatte, die verbotene und aufgelöste Batasuna-Partei wiederzubeleben.

Die Batasuna (Einheit) gilt als politischer Arm der ETA. Sie ist seit 2003 verboten, weil sie den gewaltsamen Unabhängigkeitskampf nicht verurteilen und ihre Beziehungen zur ETA nicht kappen wollte. Genau wie die ETA strebte die Batasuna die Unabhängigkeit des Baskenlandes an.

Wichtige Rolle bei Friedensverhandlungen

Der heute 57-jährige Otegi trat bereits im Alter von 19 Jahren in die ETA ein. In den 90er Jahren war er eines der ersten ETA-Mitglieder, die zur Niederlegung der Waffen aufriefen. 2006 bis 2007 spielte er eine wichtige Rolle in Friedensverhandlungen zwischen der Untergrundorganisation und der spanischen Regierung.

Im Oktober 2011 verkündete die ETA schliesslich das Ende ihres bewaffneten Kampfs. Sie löste sich jedoch bis heute nicht offiziell auf und gab auch ihre Waffen nicht ab. Die ETA versuchte über fast vier Jahrzehnte, mit Anschlägen und Gewalt die Unabhängigkeit des Baskenlandes in Spanien und Frankreich zu erzwingen. Bei Bombenanschlägen und Schiessereien wurden in dieser Zeit mehr als 820 Menschen getötet.

(kris/sda)

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