Grosses Sicherheitsaufgebot bei Fackellauf durch Lhasa
publiziert: Freitag, 20. Jun 2008 / 20:08 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Jun 2008 / 08:58 Uhr

Lhasa - Drei Monate nach den blutigen Unruhen in Tibet hat unter strengen Sicherheitsvorkehrungen der olympische Fackellauf durch die Hauptstadt Lhasa stattgefunden. Der Lauf wurde stark verkürzt und dauerte nicht einmal zwei Stunden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights in China kritisierte den Fackellauf durch Lhasa scharf.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights in China kritisierte den Fackellauf durch Lhasa scharf.
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Der Lauf startete vor Norbulingka, der früheren Sommerresidenz des Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter hatte seine Landsleute aufgefordert, den Fackellauf nicht zu stören und zu respektieren. Das Staatsfernsehen übertrug die ersten Minuten des Fackellaufs live.

Bereits nach einer Stunde und 45 Minuten endete der Lauf vor dem Potala-Palast, einer weiteren früheren Residenz des Dalai Lama. Eigentlich waren für den Lauf drei Stunden angesetzt worden, ursprünglich hatte er allerdings acht Stunden dauern sollen.

«Ausgangssperre» in Lhasa

Laut Augenzeugen waren viele Bewohner Lhasas von den Behörden aufgefordert worden, ihre Häuser während des Ereignisses nicht zu verlassen und ihre Geschäfte nicht zu öffnen.

Die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights in China kritisierte den Fackellauf durch Lhasa scharf. Die chinesische Regierung habe damit mit dem Segen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine «provokative Entscheidung» getroffen.

Tausende Tibeter freigelassen - Zwölf verurteilt

Die chinesischen Behörden hatten vor der Ankunft der Olympischen Flamme in Lhasa mehr als 1000 Beteiligte an den anti-chinesischen Protesten in Tibet Mitte März freigelassen.

Wegen ihrer Beteiligung an den Ausschreitungen in der autonomen Region wurden in den letzten Tagen aber auch zwölf Menschen verurteilt. Die Höhe der Strafen ist nicht bekannt.

Weitere 116 Demonstranten sind noch im Gefängnis und warten auf ihre Prozesse. Im April hatten chinesische Behörden im Zusammenhang mit den Protesten 30 Menschen zu Gefängnisstrafen zwischen drei Jahren und lebenslang verurteilt.

(bert/sda)

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