Grossmünster-Besetzer wollen Aktion beenden
publiziert: Donnerstag, 20. Dez 2007 / 16:03 Uhr

Zürich - Die rund 120 Besetzer des Zürcher Grossmünsters brechen ihre Aktion ab. Sie haben ein neues Angebot für den Aufenthalt bis am Freitag erhalten sowie das Angebot für ein Gespräch mit Regierungsrat Hans Hollenstein.

Das Grossmünster war für eine Nacht Unterkunft für über hundert Flüchtlinge. (Archivbild)
Das Grossmünster war für eine Nacht Unterkunft für über hundert Flüchtlinge. (Archivbild)
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Die Besetzer, die verschiedenen Flüchtlingsgruppen angehören, verbrachten die Nacht im Grossmünster.

Ebenfalls in der Kirche geschlafen hatte Grossmünter-Pfarrerin Käthi La Roche, wie diese an einer Medienkonferenz der Sans Papiers sagte.

Michael Stegmaier, Vertreter der Vereinigung «Bleiberecht für alle», gab vor den Medien den Abbruch der Protestaktion im Grossmünster bekannt.

Ein Teil der Flüchtlinge werde ins Kirchgemeindehaus beim Stauffacher gehen. Die dortige Kirchgemeinde St. Jakob hatte den Flüchtlingen ein entsprechendes Angebot gemacht.

Andere Lösung gesucht

La Roche hatte sich in der Nacht bemüht, eine andere Lösung für die Flüchtlinge zu finden, wie sie sagte.

Wegen der Weihnachtszeit sei der Verbleib der Flüchtlinge im Grossmünster schwierig, da verschiedene Gottesdienste und Konzerte geplant seien.

Sie sei deshalb froh, eine Alternative gefunden zu haben.

Änderung der Flüchtlingspolitik gefordert

Die Kirchenpflege hatte den Flüchtlingen am Mittwoch vorübergehend Asyl in der Kirche gewährt, jedoch den Abbruch der Aktion bis 11 Uhr verlangt.

Vor den Medien wiederholten die Aktivisten ihre Forderungen für eine Änderung der Schweizerischen Flüchtlingspolitik.

Angehörige von Flüchtlingsgruppen aus dem Nordirak, aus Iran und dem Sudan (Darfur) schilderten die Verhältnisse in ihrer Heimat.

Es sei unakzeptabel, dass sie angesichts der Bedrohung in ihren Ländern in der Schweiz nicht als Flüchtlingen anerkannt würden.

(rr/sda)

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