Grossoffensive gegen Irak: A-Day hat begonnen
publiziert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 19:24 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 20:25 Uhr

Washington/Bagdad - Die US-Truppen haben mit ihrer Grossoffensive gegen Irak begonnen. Das berichtete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf das Pentagon. "A-Day", so wurde die Militaktion von Rumsfeld bezeichnet, hat begonnen.

Das US-Verteidigungsministerium hatte eine gewaltige Schock- und Einschüchterungsphase (shock and awe) angekündigt, mit der das irakische Militär zur Aufgabe gebracht werden soll. Um 18.00 Uhr (MEZ) heulten in Bagdad wieder die Sirenen, und kurz darauf waren heftige Detonationen zu hören.

Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters sagte, er habe mindestens eine Explosion im Westen gesehen, vielleicht in den Vororten oder ausserhalb der Stadt. Vier oder fünf weitere Explosionen seien aus der gleichen Richtung zu hören gewesen.

Bomben auch in Mosul

Kurz zuvor hatte die irakische Luftabwehr in Bagdad das Feuer eröffnet. Gleichzeitig wurde Luftalarm gegeben. Auch auf die nordirakische Stadt Mosul fielen Bomben, wie der arabische TV-Sender El Dschasira berichtete.

Basra und Umm Kasr erobert

In der südirakischen Stadt Basra sind alliierte Truppen nach eigenen Angaben mittlerweile in die Vororte eingedrungen. Basra solle in der Nacht fallen, sagte der britische Generalstabschef Sir Michael Boyce in London.

Zuvor hatten die amerikanisch-britischen Truppen bereits die südirakische Hafenstadt Umm Kasr und die Halbinsel Fao eingenommen.

Die US-Seite bestätigte inzwischen, dass bei Gefechten ein erster US-amerikanischer Soldat getötet wurde. Bei dem Getöteten handle es sich um einen Marineinfanteristen. Nähere Angaben machte die Sprecherin zunächst nicht.

Warten auf die Türkei

Derweil warten die USA trotz der Zustimmung des Parlaments in Ankara warten weiterhin auf die Öffnung des türkischen Luftraumes für Kampfeinsätze gegen den Irak.

Die türkische besteht Regierung darauf, eigene Truppen in den Norden des Irak zu schicken, wie private türkische Nachrichtensender NTV berichtete. Ankara will mit seiner Militärpräsenz im Nord-Irak die Entstehung eines Kurdenstaates unterbinden und zugleich verhindern.

(bert/sda)

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