Grossrazzia bei Siemens
publiziert: Mittwoch, 15. Nov 2006 / 14:03 Uhr

München - Die Polizei hat in Deutschland dreissig Büros des Technologiekonzerns Siemens durchsucht.

Bei Siemens seien Gelder veruntreut worden.
Bei Siemens seien Gelder veruntreut worden.
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Grund für die Grossrazzia ist der Verdacht, dass Angestellte des Konzerns Gelder veruntreut hätten.

Nach Anaben des zuständigen Staatsanwalts, Anton Winkler, wurden vornehmlich Büros und private Wohnungen in München und Erlangen unter die Lupe genommen.

Rund 200 Beamte - Polizisten, Steuerfahnder und Staatsanwälte - seien im Einsatz. Angaben zur Zahl der Verdächtigen und ihrer Position in der Siemens-Hierachie wollte Winkler nicht machen.

An Aufklärung interessiert

Siemens bestätigte die Durchsuchungen, lehnte eine Stellungnahme zu Details wegen des laufenden Verfahrens aber ab.

«Wir sind an der Aufklärung interessiert und unterstützen deshalb die Arbeit der Staatsanwaltschaft», sagte ein Sprecher.

Nach Informationen von «Spiegel Online» sollen Mitarbeiter Bestechungsgelder an potenzielle Kunden gezahlt haben. Der Transfer soll teilweise auch über Auslandkonten - unter anderem in der Schweiz - abgewickelt worden sein. Dazu wollte sich der Staatsanwalt nicht äussern.

(rr/sda)

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