Grossteil der rumänischen Kriminellen in Italien
publiziert: Dienstag, 24. Feb 2009 / 13:10 Uhr

Bukarest/Rom - 40 Prozent der international gesuchten rumänischen Kriminellen sind nach Italien geflüchtet. Dies sagte der rumänische Justizminister Catalin Preodium. Italiens Aussenminister Franco Frattini drängt derweil auf Massnahmen.

Aussenminister Franco Frattini verlangte eine Aufnahme der verurteilten Kriminellen in ihr Heimatland.
Aussenminister Franco Frattini verlangte eine Aufnahme der verurteilten Kriminellen in ihr Heimatland.
Von den 953 Rumänen, die in Italien letztinstanzlich verurteilt worden sind, wurden bisher nur 57 nach Rumänien abgeschoben. Dies soll sich nach Angaben Frattinis nun ändern. Bei einem Treffen mit seinem rumänischen Amtskollegen Cristian Diaconescu in Rom verlangte Frattini, dass Bukarest alle verurteilten rumänischen Kriminellen wieder aufnehme.

Frattini drängte Rumänien zur Entsendung von mehr rumänischen Polizisten zur Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden bei der Bekämpfung der Kriminalität. Derzeit sind etwa 20 rumänische Polizisten in Italien im Einsatz. Frattini erklärte, dass rund eine Million Rumänen in Italien lebten. Ungefähr ein Prozent, etwa 10'000 Personen, hätten Probleme mit der Justiz.

Der italienische Aussenminister verlangte auch, dass vorbestrafte Rumänen, die nach Italien einreisen wollen, den italienischen Grenzbehörden gemeldet werden. Mit dieser Forderung stiess Frattini jedoch auf Widerstand. Rumänien habe keine Absicht, Massnahmen gegen die Freizügigkeit der rumänischen Staatsbürger zu ergreifen, erwiderte Diaconescu.

(fest/sda)

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