50 Vermisste
Grubenunglück in China fordert erneut Tote
publiziert: Freitag, 4. Nov 2011 / 11:39 Uhr / aktualisiert: Freitag, 4. Nov 2011 / 16:04 Uhr

Peking - Bei einem Grubenunglück in Zentralchina sind mindestens vier Kumpel getötet und 50 verschüttet worden. Sieben Vermisste konnten am Freitag lebend geborgen werden. Das Schicksal der anderen Bergleute war ungewiss.

7 Meldungen im Zusammenhang
Das Unglück geschah am Donnerstagabend in der Qianqiu-Grube in der Stadt Sanmenxia in der zentralchinesischen Provinz Henan. Nach einem schwachen Erdbeben habe es im Bergwerk einen sogenannten Gebirgsschlag gegeben, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag.

Das Beben der Stärke 2,9 hatte sein Epizentrum östlich von Sanmenxia. Der Gebirgsschlag ereignete sich eine halbe Stunde danach. Dabei wurde ein 780 Meter tiefer Schacht des Bergwerks von Steinen versperrt. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 75 Kumpel in der Mine, 14 konnten sich retten.

Retter graben Tunnel

Um die Verschütteten zu erreichen, gruben über 200 Rettungskräfte einen Tunnel etwa 500 Meter tief, um die Verschütten zu erreichen, wie die Website der Zeitung «People's Daily» berichtet. Sieben Bergleute konnten gerettet werden. Einer wurde schwer verletzt, die anderen sechs kamen mit leichten Blessuren davon.

Xinhua zufolge wurde der Schacht durch den Gebirgsschlag auf etwas mehr als halber Strecke versperrt. Es sei unklar, wie es um den darauf folgenden Tunnelabschnitt bestellt sei, berichtete Xinhua.

Falls der Tunnel durch den Gebirgsschlag nur enger geworden sei, könnten die Rettungskräfte für Sauerstoffzufuhr sorgen, sagte ein Behördenvertreter. Falls aber die Tunnelwände eingestürzt seien, sei die Sauerstoffzufuhr vermutlich unmittelbar zusammengebrochen und die Verschütteten seien erstickt.

Die Kohlegrube mit einer Jahresförderung von 2,1 Millionen Tonnen gehört dem staatlichen Unternehmen Yima Coal Group.

Tausende tote Kumpel jedes Jahr

Erst Ende vergangener Woche waren bei zwei Gasexplosionen 47 chinesische Bergleute ums Leben gekommen. 29 Kumpel starben am letzten Samstag in einem Kohlebergwerk in Hengyang in der Provinz Hunan. Am Donnerstag zuvor waren in Jiaozuo in der Provinz Henan 18 Bergmänner ums Leben gekommen.

Erste Ermittlungen zeigten, dass die Grubenmanager keine ausreichende Vorsorge gegen das Risiko einer Gasexplosion ergriffen hatten, schrieb Xinhua.

Hinter den Unglücken in Chinas Bergwerken stecken oft schlechte Sicherheitsvorkehrungen, unzureichende Ausrüstung sowie mangelnde Aufsicht wegen Vetternwirtschaft zwischen Grubenbesitzern und örtlichen Funktionären. Einige tausend Bergarbeiter sterben jedes Jahr. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, da viele Unglücke vertuscht werden.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Peking - Bei einer Grubenexplosion in einem kleinen südchinesischen Bergwerk ... mehr lesen
Zwei Bergleute seien trotz Rettungsmassnahmen gestorben, fünf seien tot in der Grube entdeckt worden. (Symbolbild)
Peking - Bei einem Unglück in einem Bergwerk in China sind mindestens 19 Bergleute ums Leben gekommen. Weitere 28 Kumpel wurden nach Behördenangaben vom Donnerstag bei der Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in der südwestlichen Provinz Sichuan verschüttet. mehr lesen 
In vielen Bergwerken Chinas sind die Sicherheitsvorkehrungen sehr dürftig. (Symbolbild)
Peking - Nach einer Reihe von Grubenunglücken mit Dutzenden Toten hat Chinas Arbeitsschutzbehörde am Sonntag eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen in allen Gruben den ... mehr lesen
Peking - Bei einem neuen ... mehr lesen
Peking - Bei einem neuen Grubenunglück in China sind mindestens 19 Bergleute getötet worden.
Die Bergleute wurden in einem Kohlebergwerk in der Stadt Sanmenxia in der Provinz Henan gerettet. (Symbolbild)
Peking - Nach einem Grubenunglück in Zentralchina haben Rettungskräfte alle 45 noch verschütteten Kumpel geborgen. Damit endete die grösste Rettungsaktion dieser Art seit April vergangenen ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Peking - Bei Unglücken in chinesischen Kohlebergwerken sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Bei einer Explosion in einer Zeche in der mittelchinesischen Provinz Henan starben 26 Bergarbeiter, beim Einsturz eines Schachts in der nordöstlichen Provinz Liaoning vier. mehr lesen 
Peking - Bei einem schweren Grubenunglück sind in China am Wochenende vermutlich fast 40 Bergarbeiter ums Leben gekommen. Die nach der Bergung von 26 Todesopfern noch vermissten elf Kumpel hätten «kaum eine Chance» zu überleben, sagte der Vizechef des Rettungseinsatzes, Du Bo, am Sonntag. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Heute Nachmittag ist es auf der Autobahn A14 in Ebikon zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Auto gekommen. Der Lastwagen ... mehr lesen  
Durch den Unfall entstanden an den Fahrzeugen, an der Strasseneinrichtung und am Radargerät ein Sachschaden von über 100'000 Franken.
Die Wege mancher Autofahrer sind unergründlich.
Am Dienstag, 31. Mai 2016, kurz vor 08.30 Uhr, ereignete sich im Bereich der Unterführung Rothausstrasse in Muttenz BL eine Frontalkollision zwischen zwei ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich -1°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Basel 2°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen -1°C 7°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Bern 0°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 1°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Genf 2°C 11°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 4°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten