Grubenunglück in der Ukraine
publiziert: Dienstag, 20. Jul 2004 / 07:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Jul 2004 / 11:29 Uhr

Kiew - Bei einer schweren Grubengas-Explosion in der Ukraine sind mindestens 25 Bergleute ums Leben gekommen. Weitere 11 Arbeiter würden in der Schachtanlage noch vermisst, teilte das Ministerium für Zivilschutz in der Hauptstadt Kiew mit.

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Die Katastrophe ereignete sich im Bergwerk Krasnolimanskaja im ostukrainischen Donez-Becken, einem der grössten Kohlereviere Europas. Von den 48 Kumpels, die zum Zeitpunkt der Methangasexplosion in 545 Metern Tiefe gearbeitet hätten, seien bislang zwölf unversehrt wieder an die Oberfläche zurückgekehrt.

Das Unglück am Montagabend war das schwerste in einem ukrainischen Bergwerk seit zwei Jahren. Mehrere Rettungsteams waren in der weit verzweigten Mine nahe der Stadt Donezk im Einsatz. Ihre Arbeit wurde jedoch durch das Feuer und eingebrochene Stollen erschwert, wie der Ministeriumssprecher sagte.

Hohe Methan-Konzentration

Die ukrainischen Kohle-Minen zählen zu den gefährlichsten weltweit. Jedes Jahr sterben Dutzende von Bergleuten unter Tage. In vielen Bergwerken des Donez-Beckens ist die Konzentration des explosiven Grubengases Methan äusserst hoch.

Veraltete Technik sowie Verstösse gegen elementare Sicherheitsregeln hatten in den vergangenen Jahren wiederholt zu schweren Bergwerkskatastrophen mit zahlreichen Toten geführt.

Seit Jahren bemüht sich die ukrainische Regierung, unrentable und gefährliche Schachtanlagen zu schliessen. Es fehlen aber neue Arbeitsplätze für Zehntausende von Bergleuten.

(rp/sda)

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