Gründerin von Japans Roter Armee mit 20 Jahren Haft
publiziert: Donnerstag, 23. Feb 2006 / 13:29 Uhr

Tokio - Die Gründerin der Japanischen Roten Armee zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Fusako Shigenobu. (Archivbild)
Fusako Shigenobu. (Archivbild)
Mehr als 30 Jahre nach der Geiselnahme in der französischen Botschaft in den Niederlanden befand ein Gericht in Tokio Fusako Shigenobu des versuchten Mordes für schuldig. Die Richter sahen es am Donnerstag als erwiesen an, dass die 60- jährige Shigenobu 1974 den Sturm auf die Botschaft in Den Haag und die anschliessende Geiselnahme des Botschafters sowie zehn anderer Botschaftsmitarbeiter organisierte.

Bei dem Geiseldrama wurden zwei Polizisten durch Schüsse schwer verletzt. Drei Mitglieder der Roten Armee hielten die Geiseln rund hundert Stunden in ihrer Gewalt, um Gesinnungsgenossen aus französischer Haft freizupressen.

Untergetaucht im Libanon

Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft für Shigenobu gefordert. Die Rote-Armee-Gründerin hatte auf unschuldig plädiert.

Shigenobu hatte die linksradikale Rote Armee 1969 gegründet. 1972 verübten Angehörige der Organisation einen Anschlag mit Schnellfeuerwaffen auf den Flughafen von Tel Aviv, bei dem 26 Menschen getötet und 76 verletzt wurden.

Die Gruppe entführte in den folgenden Jahren mehrfach Flugzeuge und verübte Anschläge auf westliche Botschaften. Shigenobu lebte rund 30 Jahre im Untergrund im Libanon, bevor sie im November 2000 in Japan verhaftet wurde. Ein Jahr später löste sie die Japanische Rote Armee auf.

(ht/sda)

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