Erhöhte Radioaktivität
Grüner Tee in Japan verseucht
publiziert: Freitag, 10. Jun 2011 / 14:19 Uhr
Teeplantage in Shizuoka.
Teeplantage in Shizuoka.

Tokio - Drei Monate nach Beginn der Atomkatastrophe nimmt die radioaktive Verstrahlung in Japan immer grössere Ausmasse an. Nun wurde auch in grünem Tee in Japans grösster Teeanbau-Provinz Shizuoka erhöhte radioaktive Strahlung gemessen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Wie die Behörden in Shizuoka bekanntgaben, wurden in getrockneten Teeblättern aus dem Anbaugebiet Warashina in der Provinz Shizuoka 679 Becquerel an radioaktivem Cäsium pro Kilogramm festgestellt. Das Gebiet liegt 370 Kilometer südwestlich von der Atomruine Fukushima. Der offiziell erlaubte Grenzwert liegt bei 500 Becquerel.

Die Regierung hatte kürzlich entschieden, Auslieferungen von grünem Tee aus einigen Anbaugebieten in den näher an Fukushima gelegenen Provinzen Ibaraki und Chiba sowie Kanagawa und Tochigi zu stoppen. Anlass waren Messwerte in Proben von über 500 Becquerel. Japan hat im vergangenen Jahr 83'000 Tonnen an getrockneten Teeblättern produziert, 40 Prozent davon in Shizuoka.

Seit dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März im Nordosten Japans tritt aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima 1 Radioaktivität aus. Es wird noch Monate dauern, bis die Reaktoren unter Kontrolle sind.

Auch Bewohner in der 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio sorgen sich zunehmend vor Verstrahlung. Die Stadtverwaltung beschloss, ab Mitte dieses Monats an 100 Stellen der Stadt zu messen. Einzelne Stadtteile haben bereits mit eigenen Strahlenmessungen begonnen.

Atom-Arbeiter erkrankt

Am Freitag wurde einer der Arbeiter in der Atomruine in bewusstlosem Zustand mit einem Helikopter in ein Spital geflogen. Der zwischen 40 und 50 Jahre alte Mann hatte am Vortag chemische Bindemittel versprüht, die eine Ausbreitung der radioaktiven Partikel verhindern sollen.

Am Freitag sei er bewusstlos in einer Unterkunft gefunden worden, berichtete die Agentur Jiji Press unter Berufung auf die Betreibergesellschaft Tepco. Er habe auch Fieber gehabt.

Tepco begann am Freitag im AKW Fukushima damit, eine neue Anlage zur Dekontaminierung der gewaltigen Wassermassen zur Kühlung der Reaktoren eine Woche lang zu testen.

(bert/sda)

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Voll mit Ihnen einverstanden...
Ein Tee besteht doch in erster Linie aus Wasser!
Erklärung
Der bewusstlose Arbeiter wollte wohl nur den Teufel mit dem Beelzebub vertreiben. Ich freue mich schon auf die Windrädchen, mindestens eines möchte ich dann gerne vor dem Schlafzimmerfenster.

Und schnappen Sie jetzt bitte nicht gleich wieder ein.
Eine typische SDA-Meldung
Erhalten wir jetzt täglich eine Becquerel-Meldung der SDA? Ausnahmsweise sogar mal mit Isotopen-Angabe, so dass wenigstens ein Strahlenspezialist allenfalls irgendeine vielleicht verbindliche Aussage dazu machen könnte.

Erklären Sie doch mal, aber bitte fundiert, was mir passieren würde, wenn ich ein Jahr lang täglich von diesem Tee etwa 5 Liter trinken würde, dessen Blätter mit 679 Becquerel statt nur 500 belastet sind?

Erklären Sie bitte auch, was diese Meldung mit dem erkrankten Mitarbeiter zu tun hat, der Chemie versprüht hatte.

Und dann erklären Sie, dass die SDA-Meldungen auch informativen Charakter haben und nicht nur billige Panikmache mit Steuergeldern sind.

Vielen Dank im voraus.
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