Gute Altersmedizin senkt Kosten für Langzeitpflege
publiziert: Dienstag, 20. Mai 2008 / 13:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Mai 2008 / 14:05 Uhr

Zürich - Eine gute Altersmedizin und eine ausgebaute Spitex sind die besten Mittel gegen eine Kostenexplosion in der Langzeitpflege. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Statistik (BFS) aufgrund neuer Berechnungen.

Die Spitex trägt einen grossen Anteil an einer wirkungsvollen Altersmedizin. (Archivbild)
Die Spitex trägt einen grossen Anteil an einer wirkungsvollen Altersmedizin. (Archivbild)
Ursprünglichen ging das BFS davon aus, dass die Schweiz im Jahr 2030 rund 20 Milliarden Franken für Langzeitpflege aufwenden muss. Das wären 170 Prozent der Kosten von 2005, wie die Schweizerische Fachgesellschaft für Geriatrie (SFGG) mitteilte.

Die Zahl der über 65-Jährigen steigt in dieser Zeit um 80 Prozent auf 2 Millionen Menschen.

Nun hat das BFS laut Mitteilung neue Berechnungen angestellt. An der Zunahme der Anzahl Betagter gibt es nichts zu rütteln. Aber ob so viele wie angenommen pflegebedürftig werden, und ob von diesen ein so grosser Teil in einem (teuren) Heim gepflegt werden muss, steht nicht fest.

Keine Kostenexplosion

Daran kann erstens eine gute Prävention und Altersmedizin etwas ändern und zweitens eine ausgebaute Spitex. Eine gute altersmedizinische Prävention und Therapie können bewirken, dass viele alte Menschen rüstig bleiben und nicht - oder nur gering - pflegebedürftig werden.

Gelingt es, die durchschnittliche Dauer der Pflegebedürftigkeit vor dem Tod um ein Jahr oder um zwei Jahre zu senken, so steigen die Kosten nicht auf 20 Milliarden Franken an sondern nur auf 16,2 beziehungsweise 14,6 Milliarden.

Erlaubt es ein Ausbau der Spitex ausserdem, pflegebedürftige Menschen länger zu Hause zu betreuen, so müssten im Jahr 2030 gar lediglich 12,5 Millionen Franken für die Langzeitpflege aufgewendet werden, schreibt die SFGG. Zur Realisierung solch optimistischer Szenarien braucht es laut SFGG aber gezielte Investitionen in die Prävention und in den Ausbau der ambulanten Versorgung.

(rr/sda)

Eine gute Altersmedizin senkt die Gesundheitskosten ...
Denn, zuversichtliche, zufriedene und glückliche alte Menschen sind allgemein gesünder. In einem gesunden Körper wohnt eine zufriedene Seele - oder umgekehrt ...

Ganz allgemein erlebe ich ältere und alte Menschen, auch wenn sie altersgemässe Gebrechen haben, als "gesünder", wenn sie ein grundsätzlich frohes Gemüt haben und ihre Situation akzeptieren und daraus das Beste versuchen zu machen!

Wenn diesen Menschen dann noch die Spitex mit ihren Pflegerinnen und Pflegern behilflich sein kann, dort, wo sie etwas nicht mehr alleine machen können, dann wird unser ganzes System (Aerzte, Spitäler, u.a. medizinische Dienste ...) kostenmässig massiv entlastet!

Eben, zufriedene - vielleicht auch kränkliche - alte Menschen sind zuversichtlicher, als angstvolle ... UND, altern ist KEINE Krankheit! Altern tun WIR ALLE!

Und eben, ohne SPITEX würden die Gesundheitskosten richtiggehend explodieren, davon bin ich überzeugt!

Übrigens: SPITEX heisst "SPITal-EXterne" Pflege und Betreuung. Also nicht Pflege im Spital, sondern Pflege, Betreuung und Hilfe ZUHAUSE, daheim!


Gute Altersmedizin senkt Kosten für Langzeitpflege
Endlich wurde die grossartige Leistung und der volkswirtschaftlich hohe Nutzen der Spitex nachgewiesen. Bleibt zu hoffen dass die Spitex vermehrt auf den Support der Politiker zählen kann. Seppl
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