Unterstützung von 85 Prozent
Gute Aussichten für den Mindestlohn
publiziert: Dienstag, 21. Jun 2011 / 09:54 Uhr
Startschuss der Mindestlohn-Initiative: Mit Gesamtarbeitsverträgen zu 22 Franken in der Stunde.
Startschuss der Mindestlohn-Initiative: Mit Gesamtarbeitsverträgen zu 22 Franken in der Stunde.

Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) rührt die Werbetrommel für seine Mindestlohn-Initiative. Er untermauert seine Forderung mit einem eigenen Expertenbericht und einer Umfrage im Auftrag von SGB und Unia, laut der eine grosse Mehrheit die Initiative unterstützen wird. Kommende Woche will er Aktionstage durchführen.

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In der laut SGB repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Link sprachen sich 85 Prozent der Befragten für gesetzliche Mindestlöhne aus, dies als Mittel gegen Probleme mit Tieflöhnen, wie der SGB am Dienstag mitteilte.

Als fairen Mindestlohn für eine Vollzeitstelle gaben die Befragten im Mittel 4487 Franken an. Das sind rund 500 Franken mehr als die Initiative «Für den Schutz fairer Löhne» verlangt. Zudem sind 70 Prozent der Befragten überzeugt, dass in der Schweiz «viele oder sehr viele Menschen» nicht von ihrer Vollzeit-Arbeit leben können.

Erreicht werden sollen flächendeckende Mindestlöhne in erster Linie mit Gesamtarbeitsverträgen (GAV) und nicht über das Gesetz. Das Volksbegehren fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde. Bei 40 Wochenstunden wären das monatlich 3800 Franken, bei 42 Stunden 4000 Franken.

Gemäss dem ebenfalls am Dienstag vom SGB vorgelegten Expertenbericht sind Mindestlöhne in Europa und auch in der Schweiz im Kommen. Sie seien ein wirksames Instrument gegen Lohndruck und gegen das Unterbieten von Löhnen.

Noch 20'000 Unterschriften

Bisher unterschrieben rund 80'000 Stimmberechtigte die Mindestlohn-Initiative des SGB. Die Sammelfrist, um die nötigen 100'000 Unterschriften zusammenzubekommen, dauert bis 25. Juli 2012. Für einen «Zwischenspurt» beim Sammeln will der SGB vom 30. Juni bis zum 2. Juli Aktionstage durchführen.

(dyn/sda)

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Ganz einfach
1 Missbrauch bei der ALV oder IV und man verschärft diese Sozialinstitutionen subito so dass alle leiden.

Massenhaft Missbräuche in zweistelliger Prozenthöhe der Firmen betreffend Schwarzarbeit Lohndumping usw.

Da wird natürlich nichts unternommen, wäre ja wirtschaftsfeindlich. Und das sind wir Schweizer ja nun wirklich nicht, dann lieber Ausgrenzen und Ausländerfeindlichkeit.
Das ist so
Ein Mindestlohn würde das Problem, Arm trotz Arbeit, bestimmt nicht vollständig lösen. Ich finde es aber einfach verrückt, dass jemand der voll Arbeitet auch noch vom Staat gestützt werden muss. So subventioniert man Arbeitgeber, die offenbar nicht bereit sind, Ihren Leuten einen anständigen Lohn zu zahlen. Etwas sollte man aber nicht verschweigen. Durch einen Mindestlohn kann es sein, dass die Putzfrau teuerer wird. Aber ich denke das kann man verkraften.

Ja, warum ein man diese Unterscheidungen macht, weiss ich auch nicht. Vielleicht ist das von den entsprechenden Parteien gewollt? Subventionen ohne sie so nennen zu müssen?

Ich werde einer allfälligen Vorlage unterschreiben. Das ist klar.
Keine Ahnung, ob
ein Minimallohn hier das richtige Mittel ist. Ich sehe da auch gewisse Probleme.

Jedoch finde ich die Haltung derer, die sich da über DDR-Zustände oder ähnlich geartet beklagen und dass der Staat wieder alles bezahlen müsse usw. usf., eigenartig.

JETZT bezahlt der Staat, bzw. die Gemeinde ja die Zeche, indem tausende mit Sozialhilfe subventionierte Arbeitsplätze entstanden sind, in denen sich Unternehmer gesund stossen und das notabene auf Kosten der Allgemeinheit unter gleichzeitiger Ausnutzung der Notlage bedürftiger Menschen.
Da schreit eigenartigerweise keiner auf. Niemand spricht von Sozial-Betrug; niemand von Plünderung der sozialen Einrichtungen.

Sind eigentlich die Leute auf einem Auge blind oder schlicht auf den Kopf gefallen?

Wird dieser Misstand am Stammtisch erwähnt, zucken alle mit den Schultern, bis dann der erste mit dem erlösenden "aber sie arbeiten wenigstens!" die allgemeine Ratlosigkeit entspannt.
Es kommt einem so vor, als ginge es einmal mehr gar nicht um die entstehenden Kosten. Diese scheinen nur der Vorwand zu sein. Im Grunde geht es den meisten nur darum, dass die Bedürftigen gefälligst zu "kriechen"; zu "buckeln" haben und gut ist.
Da nimmt Otto Normalsteuerzahler dann gerne auch die Kosten dafür in Kauf, statt dafür zu sorgen, dass diese Leute anständige Löhne für anständige Arbeit erhalten; nicht mehr und nicht weniger also, als sie für sich selbst in Anspruch nehmen.

Ich bin trotzdem skeptisch, ob dieses Problem mit einem Minimallohn gelöst werden kann.
Es wäre wichtig
Gegen Lohn Dumping und gegen Beschäftigungs Verhältnisse die nicht zum Leben reichen. Das halt wohl kaum was mit DDR usw. zu tun. Mini Jobs und Arbeit die vom Staat gestützt werden, müssen verhindert werden. 3500 Franken ist auch kein Lohn mit dem man Fürstlich leben kann. Das sollte drin sein.
DDR lässt grüssen
Auch die gute alte DDR hat so funktioniert... alles schön geregelt und aufgeteilt. Alle haben gearbeitet und das für den gleichen Lohn (ausser ein paar Parteibonzen natürlich)...
Leider hat dann am Ende die Rechnung nicht so ausgesehen, wie sich das die $ozis geträumt hatten.
Der Sozi denkt, der Sozi lenkt... bis zur nächsten Mauer.
Der Staat bezahlt - wie immer!
Da werden alle über den gleichen Leisten geschlagen; Ungelehrte, gelernte Berufsleute, Studierte, mit Zusatzausbildung usw. Wer das dann bezahlen soll, ist natürlich klar. Ich schlage vor, dass wir die Maschinen arbeiten lassen und wir warten, bis Ende Monat das Geld auf dem Konto liegt. Es gibt noch eine andere tagträumerische Variante, indem jedermann einen Lohn erhält, egal ob er arbeitet oder nicht. Schweiz, mit Sch wie Schlaraffenland. In Zukunft werden dann halt gelernte Berufsleute die Jobs verrichten, die heute z.T. durch angelernte MitarbeiterInnen ausgeführt werden. Ein studierter Ökonom an der Aldi-Kasse, z.B. usw.... Die andere Variante ist die, dass wir auch die restlichen Fliessbandjobs usw. ins Ausland verlagern. Wollen wir das wirklich?
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