Gute Halbzeitbilanz in Montréal
publiziert: Donnerstag, 1. Dez 2005 / 20:33 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 1. Dez 2005 / 22:06 Uhr

Montréal - Die Halbzeitbilanz des Weltklimagipfels in Montréal ist positiv: Der Ausführungsplan zum Kyoto-Protokoll kam laut der Schweizer Delegation «überraschend glatt» durch. In der zweiten Hälfte geht es um den Klimaschutz nach 2012.

Die Schweiz will Schwellenländer zu verstärktem Klimaschutz bewegen.
Die Schweiz will Schwellenländer zu verstärktem Klimaschutz bewegen.
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Die Schweiz verfolgt dabei eine zweigleisige Strategie: Sie will einerseits ein verbindliches Nachfolge-Regime für die 40 Industrieländer, die das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz unterzeichnet haben und die sich in Montréal auf den Ausführungsplan einigen konnten.

Andererseits sucht die Schweiz nach Mitteln, um die Schwellenländer zu verstärktem Klimaschutz zu bewegen. Auch Industrieländer wie die USA und Australien, die sich gegen verbindliche Vorgaben wehren, sollten eingebunden werden, sagte der Schweizer Delegationsleiter Thomas Kolly auf Anfrage.

Die USA lehnen fixe internationale Ziele für die Reduktion von Treibhausgasen ab. Es gebe mehr als einen Weg, um dem Klimawandel zu begegnen, hatte US-Verhandlungsleiter Harlan Watson am Dienstag erklärt.

Zustimmung für Protokoll

Das Protokoll verplichtet rund 40 Industrieländern, darunter die Schweiz, ihre Emissionen bis 2012 um 5,2 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Das Regelwerk zum Protokoll liegt seit mehreren Jahren vor, benötigte jedoch am Gipfel von Montréal die Zustimmung der Teilnehmer-Staaten.

«Das Kyoto-Protokoll ist jetzt voll funktionsfähig», erklärte Kanadas Umweltminister Stephane Dion am Mittwoch. Greenpeace-Sprecherin Von Goerne bezeichnet die Annahme des Ausführungsplans als «historisch».

8000 bis 10 000 Teilnehmer

Die Weltklimakonferenz von Montréal ist mit 8000 bis 10 000 Teilnehmern die grösste solche Veranstaltung seit fast zehn Jahren.

Die Weltklimakonferenz dauert bis am 9. Dezember. In den letzten drei Tagen werden rund 100 Umweltminister erwartet. Die Schweiz wird dann von Bruno Oberle, dem Direktor des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) vertreten. Für die Dauer der Konferenz verlieh ihm der Bundesrat den Titel eines Staatssekretärs.

(bert/sda)

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