Gute Noten für Ermittlungen zum Attentat im Zuger Parlament
publiziert: Montag, 22. Okt 2012 / 10:16 Uhr
2011 hatte die Regierung genug und reichte ihrerseits Strafanzeige gegen die beiden Männer ein. (Symbolbild)
2011 hatte die Regierung genug und reichte ihrerseits Strafanzeige gegen die beiden Männer ein. (Symbolbild)

Zug - Polizei und Justiz haben nach dem Zuger Attentat korrekt ermittelt. Zu diesem Schluss kommt der St. Galler Staatsanwalt Beat Fehr nach aufwändigen Ermittlungen. Gut 11 Jahre nach der Tragödie stellte er nun zwei Verfahren ein.

4 Meldungen im Zusammenhang
Dies teilten die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Montag mit. Am 27. September 2001 hatte Friedrich Leibacher im Zuger Parlamentssaal ein Blutbad angerichtet. Er tötete elf Parlaments- und drei Regierungsmitglieder und schliesslich sich selbst. 15 weitere Personen wurden zudem teils lebensgefährlich verletzt.

Zwei Brüder aus dem Kanton Zug waren danach überzeugt, Leibacher habe sich nicht selbst im Ratssaal umgebracht, sondern die Polizei habe ihn mit einem gezielten Schuss vor dem Regierungsgebäude getötet. Sämtliche Behörden und die Medien hätten diesen Skandal vertuscht.

Die beiden verbreiteten ihre Ansicht auf Plakaten, Flugblättern und im Internet. Und sie reichten eine Anzeige gegen kantonale Behördenmitglieder ein, denen sie Mord, Anstiftung und Gehilfenschaft zu Mord sowie Amtsdelikte vorwarfen.

Im November 2011 hatte die Regierung genug. Sie reichte ihrerseits Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung gegen die beiden Männer ein. Der St. Galler Staatsanwalt Beat Fehr wurde mit der Untersuchung beauftragt. Beide Verfahren hat dieser nun rechtskräftig eingestellt, wie es in der Mitteilung heisst.

Kein Vorsatz nachweisbar

Nach eingehenden Abklärungen sei Fehr zum Schluss gekommen, dass «die von den Brüdern erhobenen Vorwürfe haltlos sind», so die Mitteilung. Die Ermittlungen der Zuger Polizei und der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug seien korrekt geführt worden. Auf die Strafanzeige gegen Behördenmitglieder trat er deshalb nicht weiter ein - er erliess eine Nichtanhandnahme-Verfügung.

Aber auch die Anzeige der Regierung gegen die Brüder stellte Fehr ein, so die Mitteilung. Die Brüder hätten ihre Ansichten unter anderem auf einen vermeintlichen Augenzeugen abgestützt. Ein Vorsatz zur falschen Anschuldigung könne ihnen deshalb nicht nachgewiesen werden.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zug - Zum Gedenken an das Attentat auf den Zuger Kantonsrat am 27. September 2001 haben Mittag alle Kirchenglocken im ... mehr lesen
Der Attentäter tötete vor sechs Jahren 11 Personen.
Zug - Auch fünf Jahre nach dem Attentat im Zuger Kantonsrat, dem 14 Menschen zum Opfer fielen, gehen die Emotionen hoch - zumindest bei den direkt Betroffenen. mehr lesen 
Zug - Zug begeht den fünften Jahrestag des Attentats auf den Kantonsrat mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst. mehr lesen 
Zug - Der Zuger Kantonsrat hat sich zur ersten Sitzung nach dem Attentat vom 27. September getroffen. Die Sitzung wurde mit einer Gedenkminute für die 14 Opfer eröffnet. Zudem wurden acht neue Parlamentsmitglieder vereidigt. mehr lesen 
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Was können den die Birkenstocks dafür?
Was können den die Birkenstocks dafür?
Klage  Aarau - Die Ecopop-Initianten dürfen ungestraft als «Birkenstock-Rassisten» oder als «verwirrte Akademiker» bezeichnet werden. Die Beschwerdekammer des Aargauer Obergerichtes ist auf eine Beschwerde des Ecopop-Geschäftsführers nicht eingetreten. 
Massenhinrichtungen  Genf - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begeht nach Einschätzung der UNO Verbrechen gegen die ...   1
Gewalt ohne Ende.
Titel Forum Teaser
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 8°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 10°C 15°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 11°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 12°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten