Hohe Kosten, ungewisse Kundenbindung
Gutscheinportal Groupon: Europataugliches Modell?
publiziert: Dienstag, 1. Mrz 2011 / 12:32 Uhr
Das Schnäppchenportal Groupon.
Das Schnäppchenportal Groupon.

Wien - Das 2010 rund 760 Mio. Dollar Umsatz erwirtschaftete US-Gutscheinportal Groupon könnte mit seinem Geschäftsmodell in Europa langfristig scheitern - auch wenn Insider den Wert des Web-Newcomers auf 15 Mrd. Dollar schätzen. Denn Deutsche Unternehmer beklagen bereits die hohen Kosten, auf denen die Firmen durch Rabatte von bis zu 90 Prozent dauerhaft sitzen bleiben könnten.

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«Das Geschäftsmodell ist einfach und leicht nutzbar. Dennoch kannibalisieren sich die Brands damit langfristig selbst», so Oliver Schmitt, Chef der Agentur viennabrand, gegenüber pressetext. Dem Experten nach haben nicht die Produkte und Dienstleistungen Zukunft, die gerade mit Rabatten versehen sind. «Marken und ihre Produkte geben ein Versprechen über Wertigkeit ab. Manche Produkte sind eben gut und daher ihren Preis wert. Der First-Mover-Effekt für Groupon könnte genauso schnell weg sein, wie er da war», so Schmitt.

Die kritischen Stimmen zum Geschäftsmodell der Amerikaner basieren vor allem auf jüngsten Erkenntnissen der Rice University. Demnach sind die Werbeaktionen auf Groupon, bei denen es nur einen Vorteilspreis gibt, wenn eine Mindestzahl von Käufern erreicht wird, für rund 30 Prozent der Firmen nicht profitabel gewesen. Bei der Befragung von 15 Unternehmen kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass über 40 Prozent der auf Groupon mit Rabatten und Gutscheinen werbenden Unternehmen eine solche Aktion nicht noch einmal machen würden.

1.700 chinesische Konkurrenz-Portale

Um Kosten einzusparen und sich vor Enttäuschungen zu schützen, gehen immer mehr Firmen mittlerweile den Weg über Social-Media-Seiten wie Facebook oder Twitter. Denn auch damit lässt sich Aufmerksamkeit schaffen, der Erfindungsreichtum der Unternehmen stärken sowie die Provision für dauerhaft Groupon sparen. Denn US-Medienberichten nach behält Groupon in der Regel die Hälfte des Gutschein-Preises ein - und das drückt erneut die Einnahmen der Firmenkunden. Die Einfachheit des Firmenkonzepts bringt demnach auch Gefahren mit sich.

Erschwerend hinzu kommen dürfte für Groupon die wachsende Branchenkonkurrenz. Um in China, dem grössten Wachstumsmarkt der Welt, Fuss zu fassen, ist Groupon unter dem Namen GaoPeng.com gestartet. Der Erfolg soll sich vor allem mit chinesischen Partnern einstellen. Vorerst sollen die Ballungszentren Shanghai und Peking erobert werden. Weitere Metropolen sollen folgen. Trotz der Schwächen der Geschäftsstrategie gilt China mit 457 Mio. Nutzern als besonders lukrativ. Das zeigt sich anhand der 1.700 lokalen Konkurrenz-Portale in China.

(dyn/pte)

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