H5N1-Virus mutiert
publiziert: Freitag, 13. Jan 2006 / 16:42 Uhr

London - Das aggressive Vogelgrippevirus H5N1, an dem bisher fast 80 Menschen starben, kann offenbar etwas leichter auf den Menschen übertragen werden.

Gesundheitsexperten fürchten die Übertragung von Mensch zu Mensch.
Gesundheitsexperten fürchten die Übertragung von Mensch zu Mensch.
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Das erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Sie berief sich dabei auf entsprechende Informationen ihres Speziallabors in London. Es gebe aber noch keine Anzeichen dafür, dass sich das Virus von Mensch zu Mensch übertragen lasse, hiess es.

Die Untersuchungen hätten ergeben, dass die in der Türkei genommen Viren-Proben ähnliche Mutations-Merkmale aufwiesen, wie sie bereits 2003 in Hongkong und 2005 in Vietnam festgestellt wurden.

Die damals festgestellte mutierte Form des Virus H5N1 fixiert sich eher an menschlichen Zellen als an Zellen von Geflügel. Es sei anzunehmen, dass «der türkische Virus die gleichen Eigenschaften» habe, schreibe die WHO und der Leiter des britischen Forschungsrats, John Shekel.

Furcht vor Pandemie

Die Gesundheitsexperten fürchten vor allem, dass das Vogelgrippe- Virus so mutiert, dass die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. In diesem Fall droht nach ihrer Überzeugung eine weltweite Pandemie mit möglicherweise Millionen von Opfern.

Insgesamt geht die WHO in der Türkei nun von 18 bestätigten Fällen mit dem H5N1-Virus aus, von denen drei Menschen, alles Mitglieder derselben Familie, gestorben sind.

Dazu gehört auch ein am 7. Januar gestorbenes zwölfjähriges Mädchen, bei dem man zunächst nicht wusste, welcher Virustyp für ihren Tod verantwortlich war. Weltweit geht die WHO derzeit von 147 bestätigten Fällen aus.

(bert/sda)

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