HIV-Ansteckung beim festen Partner häufig
publiziert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 08:06 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Nov 2006 / 09:52 Uhr

St. Gallen/Bern - Personen, die sich in der Schweiz mit dem Aids-Virus HIV infizieren, stecken sich in fast der Hälfte der Fälle beim festen Partner oder der Partnerin an.

Fast die Hälfte der Befragten vermuten, dass sie sich beim aktuellen oder einem früheren festen Partner angesteckt haben.
Fast die Hälfte der Befragten vermuten, dass sie sich beim aktuellen oder einem früheren festen Partner angesteckt haben.
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Dies zeigt eine neue Studie aus St. Gallen. Die CHAT-Studie (CH-Aids-Transmission) wurde vom Bundesamt für Gesundheit in Auftrag gegeben und von Spezialisten des Kantonsspitals St. Gallen geleitet. Während eines Jahres wurden Patienten, bei denen neu eine HIV-Infektion diagnostiziert wurde, über die Umstände und den Zeitpunkt der Ansteckung befragt.

Fast die Hälfte der Befragten vermuten, dass sie sich beim aktuellen oder einem früheren festen Partner angesteckt haben. Auf Frauen treffe dies besonders häufig, auf homosexuelle Männer etwas weniger zu, heisst es in einer Mitteilung des Kantonsspitals St. Gallen über die CHAT-Studie.

Schutzstrategien versagen bei Alkohol und Drogen

Ein Teil der neu Infizierten hatte sich wirksame HIV- Schutzstrategien angeeignet. Die Umsetzung dieser Strategie scheiterte jedoch im Moment der Ansteckung, wobei zum Teil Drogen und Alkohol eine Rolle spielten. Andere Patienten hatten unwirksame oder gar keine HIV-Schutzstrategie.

Wie die Studie weiter zeigt, sind frische HIV-Ansteckungen unter heterosexuell infizierten Personen bei Schweizern und Ausländern, die seit mehr als zehn Jahren in der Schweiz wohnen, häufig. Ausländer mit kurzer Aufenthaltszeit in der Schweiz hatten seltener Zeichen einer frischen HIV-Ansteckung.

AIDS-Prävention gegen Neuansteckung

Die Aids-Prävention für die ansässige Bevölkerung müsse deshalb weiterhin darauf ausgerichtet sein, dass sich möglichst wenig Menschen frisch mit dem HI-Virus infizierten, heisst es. Für Ausländer seien freiwillige Testangebote wichtig. Ausserdem könnte die Betreuung verbessert werden, um eine Besserung oder eine Stabilisierung des Gesundheitszustands zu erreichen.

Das Wissen der Befragten um die mögliche Infektionsquelle zeigt gemäss der CHAT-Studie, dass Patienten mit neuer HIV-Diagnose in Erfahrung bringen möchten, wo sie sich angesteckt haben könnten. Dabei gehe es nicht um Schuldzuweisung, sondern eher um die Sorge, dass noch weitere Personen angesteckt werden könnten.

(fest/sda)

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