HIV-Behandlung kann unterbrochen werden
publiziert: Freitag, 4. Aug 2006 / 22:20 Uhr

Genf - Genfer Aidsforscher haben einen wichtigen Durchbruch in der Erforschung der Krankheit erzielt: Die HIV-Behandlung kann unterbrochen und wieder aufgenommen werden.

Aus der Unterbrechung der Behandlung entstehen laut Untersuchung keine Nachteile.
Aus der Unterbrechung der Behandlung entstehen laut Untersuchung keine Nachteile.
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Die HIV-Behandlung hat zwar die Sterblichkeitsrate unter den Erkrankten um 90 Prozent gesenkt, doch ist die Einnahme mit erheblichen Nachteilen verbunden. Einerseits ist die Therapie sehr teuer und andererseits sind die Nebenwirkungen erheblich.

Um diesen Nachteilen zu begegnen, hat ein Team des Genfer Universitätsspitals unter der Leitung von Bernard Hirschel zu beweisen versucht, dass die Therapie unterbrochen und wieder aufgenommen werden kann. Mit Erfolg wie die Genfer Tageszeitung «Le Temps» und das Schweizer Fernsehen berichteten.

Die Untersuchung habe gezeigt, dass aus der Unterbrechung der Behandlung keine Nachteile entstünden, sagte Hirschel gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Keine der Testpersonen sei krank geworden. Auch sei das Virus nicht wie anfänglich befürchtet resistent gegen die Behandlung geworden.

Kostenreduzierung

Durch die Unterbrechung der Behandlung könnten einerseits die Nebenwirkungen vermindert werden, sagte Hirschel weiter. Andererseits könnten aber auch die Behandlungkosten gesenkt werden.

Die Behandlung der 5000 HIV-Kranken in der Schweiz koste jedes Jahr 100 Millionen Franken. Dauere die Behandlung aber nur halb so lang, seien auch die Kosten nur halb so hoch. Ein reiches Land wie die Schweiz könne sich diese Ausgaben leisten.

Arme Länder, in denen Aids weitaus verbreiteter sei als hierzulande, könnten jedoch von diesen Erkenntnissen weitaus mehr profitieren. Durch die mögliche Unterbrechung der Therapie könnten mehr Leute mit gleich viel Geld behandelt werden, sagte Hirschel.

(bert/sda)

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