HIV-Skandal in Wiler Spital
publiziert: Dienstag, 12. Nov 2002 / 15:31 Uhr

Rapperswil/Wil - Weil sie einem Patienten die Ansteckung mit dem HI-Virus jahrelang verheimlicht hatten, stehen ein Chefarzt und ein ärztlicher Leiter vor Gericht.

Aus Rücksicht hatten zwei Ärzte im Wiler Spital einem Patienten die Diagnose vorenthalten, er sei HIV positiv.
Aus Rücksicht hatten zwei Ärzte im Wiler Spital einem Patienten die Diagnose vorenthalten, er sei HIV positiv.
Der ehemalige Chefarzt und der damalige ärztliche Leiter des Spitals Wil standen wegen des 1999 aufgedeckten HIV-Skandals am Spital Wil in Rapperswil vor Gericht.

Der Prozess fand wegen Befangenheit des Bezirksgerichts Wil vor dem Bezirksgericht See in Rapperswil statt.

Fast wäre der Prozess geplatzt: Die Anklage beantragte, die Verhandlung zu verschieben, die Öffentlichkeit zuzulassen und den Gutachter persönlich vorzuladen.

Das Gericht lehnte den Antrag ab. Die Öffentlichkeit war auf Begehren der Familie des Patienten ausgeschlossen worden.

Der Vorwurf lautete unter anderem auf schwere und leichte Körperverletzung. Die Anklage warf den beiden Ärzten vor, 1988 am Spital Wil einen bei einer Bluttransfusion mit dem HI-Virus infizierten Mann nicht über die Ansteckung informiert zu haben.

Zehn Jahre später brach beim Patienten Aids aus. Erst dann wurde die Familie informiert. Ende 1999 wurde der HIV-Fall publik.

Die Verteidiger der beiden Ärzte forderten Freispruch: Damals habe es keine Behandlungsmöglichkeit ohne massive Nebenwirkungen gegeben, argumentierten sie.

Die Ärzte hätten die Ansteckung aus Rücksicht auf den Patienten verheimlicht.

Das Wissen, dass er mit einer tödlichen Krankheit angesteckt worden sei, wäre für den Patienten zu belastend gewesen. Zudem habe damals keine Aufklärungspflicht bestanden, da die beiden nicht behandelnde Ärzte gewesen seien, argumentierte die Verteidigung.

Laut dem Anwalt des Patienten hätte der Ausbruch von Aids bei rechtzeitiger Information medizinisch verhindert. werden können.

(bsk/sda)

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