«Habe schwierigere Rolle als im Vorjahr»
publiziert: Donnerstag, 23. Mrz 2006 / 08:07 Uhr

Für Weltmeister Tom Lüthi beginnt am Sonntag mit dem ersten WM-Rennen 2006 in Jerez (Sp) die Saison der Titel-Bestätigung. Der 19-jährige Emmentaler äusserte sich im Interview zu seiner Saison-Vorbereitung, seiner neuen Honda und seinen härtesten Titel-Konkurrenten.

Tom Lüthi sieht sich jetzt erst richtig herausgefordert.
Tom Lüthi sieht sich jetzt erst richtig herausgefordert.
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Tom Lüthi, das Interesse an Ihnen und dem Motorrad-Sport ist hierzulande enorm gestiegen. Hat Sie das in Ihrer Saison-Vorbereitung gestört?

Tom Lüthi: «Eigentlich nicht. Glücklicherweise habe ich die richtigen Leute im Team, die mir den Rücken freihalten. Sonst hätte ich mich nicht hundertprozentig auf meinen Job konzentrieren können.»

Sie sind jetzt Weltmeister und werden plötzlich von allen gejagt. Behagt Ihnen diese neue Rolle?

«Es ist sicherlich eine schwierigere Rolle als im letzten Jahr. Aber diese Herausforderung macht das Ganze ja erst recht interessant. Ich weiss, dass ich ein gutes Team habe und mir starkes Material zur Verfügung steht. Mein Selbstvertrauen ist so stark, dass ich diese Herausforderung annehmen kann.»

Stichwort Material: Was hat sich gegenüber dem letztjährigen Motorrad grundlegend geändert?

«Der Motor und der Rahmen. Der Motor ist das neuste Modell, beim Rahmen greife ich auf denjenigen des Jahres 2004 zurück.»

Aber an diesen Rahmen haben Sie doch ganz schlechte Erinnerungen. Erst, als Sie gegen Ende der Saison 2004 den Rahmen wechselten, fuhren Sie in die Punkte.

«Bei Tests hat dieser Rahmen besser abgeschnitten -- also sollte er besser funktionieren und ich sollte damit schneller fahren können. Im Gegensatz zu 2004, als Manfred Wittenborn noch Chef-Mechaniker war, hatte dieses Mal Sepp Schlögl den Töff in den Fingern. Alleine dieser Fakt macht einen grossen Unterschied aus, denn in Sepps Fähigkeiten habe ich immenses Vertrauen.»

Sprechen wir noch schnell das neue Design Ihrer Honda an. Mit dem neuen Hauptsponsor Emmi gingen die auffälligen Farben (hellgrün-weiss-hellblau) verloren. Manche Leute bedauern es, dass Sie während eines Rennens nicht mehr so gut zu erkennen sind. Was sagen Sie dazu?

«Um Rennen fahren zu können, braucht es Geld und das bringt der Sponsor mit. Es ist wichtiger, was im Motorrad drinsteckt, nicht was darauf steht. Natürlich leuchtete meine letztjährige Maschine aus der Masse heraus, aber über die Farbwahl kann ich nicht bestimmen. Die Bluewin-Zeiten sind vorbei.»

Bei den Testfahrten in Spanien gehörten die Aprilia-Fahrer zu den Schnellsten. Sind Sie dieses Jahr mit der Honda im Nachteil?

«Sowohl Aprilia als auch Honda haben aufgerüstet. Aprilia hat viele schnelle Fahrer unter Vertrag. Aber auch KTM ist stark. Ich mache mir keine allzu grossen Sorgen. Ich gehe ins erste Rennen und schaue nur auf mich. Das ist das Wichtigste.»

Wer sind denn Ihrer Meinung nach Ihre härtesten Konkurrenten in diesem Jahr?

«Mika Kallio, Gabor Talmacsi und Mattia Pasini werden meiner Meinung nach vorne dabei sein. Vielleicht kommen noch junge Fahrer dazu wie der Spanier Aleix Espargaro. Es wird bei den Rennen sicher noch wilder zu und her gehen als im Vorjahr.»

(Muriel Fiechter/Si)

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