Habent Papam - Ratzinger wird Benedikt XVI.
publiziert: Dienstag, 19. Apr 2005 / 18:02 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Apr 2005 / 07:31 Uhr

Rom - Die Kardinäle im Vatikan haben den deutschen Kardinal Joseph Ratzinger zum Nachfolger von Johannes Paul II gewählt.

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"Bianco", "white", riefen Tausende auf dem Petersplatz. Der Rauch über der Sixtinischen Kapelle war effektiv weiss. Damit war klar, dass die 115 Kardinäle 25 Stunden nach Beginn des bisher grössten Konklaves einen Nachfolger von Johannes Paul II. gewählt hatten.

Kardinalprotodiakon Jorge Arturo Medina Estévez verkündete den Namen den neuen Papstes danach auf dem Mittelbalkon des Petersdoms nachdem er die traditionelle Formel "Annuntio vobis gaudium magnum, habemus Papam" (´Ich verkünde euch eine grosse Freude, wir haben einen Papst´) gesprochen hatte. Damit wurde erstmals seit 482 Jahren wieder ein Deutscher zum Papst gewählt.

"Benedikt, Benedikt, Benedikt"

Um 18.48 Uhr zeigte sich das neue Kirchenoberhaupt von weltweit 1,1 Milliarden Katholiken den mehr als 100 000 begeisterten Menschen auf dem Petersplatz. Jubel brandete auf, Roms Glocken läuteten, viele schwenkten Fahnen. Sprechchöre skandierten "Benedikt, Benedikt, Benedikt".

Benedikt XVI. zeigte sich ebenso bewegt wie erfreut. "Liebe Schwestern und Brüder, nach dem grossartigen Papst Johannes Paul II. haben die Herren Kardinäle mich, einen einfachen, demütigen Arbeiter im Weinberg des Herrn zum Diener der Kirche gewählt", sagte der neue Papst. Danach spendete er den päpstlichen Segen Urbi et Orbi (der Stadt und dem Erdkreis).

Ratzinger ist der 265. Papst in der mehr als 2000-jährigen Geschichte der katholischen Kirche. Er ist seit 482 Jahren der erste Deutsche an der Spitze der Kirche.

Vertrauter von Johannes Paul II.

Der enge Vertraute des verstorbenen Papstes, der die Glaubenskongregation leitete, galt als einer der Favoriten beim Konklave der Kardinäle.

Vor Beginn des Konklaves hatte Ratzinger in einer Predigt, die von Beobachtern als eine Art Bewerbungsrede gewertet wurde, Rufen nach Modernisierung der Kirche eine Absage erteilt. Den wechselnden ideologischen Moden müssten die Katholiken die Rückbesinnung auf die Wurzeln ihres Glaubens entgegenstellen, forderte Ratzinger.

Der neue Papst wird sich nach Angaben des Vatikans auf einer seiner ersten Auslandreise im Spätsommer zum Weltjugendtag nach Köln begeben.

(bert/sda)

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