Habseligkeiten ist schönstes deutsches Wort
publiziert: Sonntag, 24. Okt 2004 / 12:37 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 24. Okt 2004 / 16:20 Uhr

Hamburg - Das "schönste deutsche Wort" heisst "Habseligkeiten": Der Begriff wurde samt Begründung zum Gewinner des Internationalen Wettbewerbs "Das schönste deutsche Wort" gekürt. Das teilte der Deutsche Sprachrat mit.

So viele - schöne - Worte.
So viele - schöne - Worte.
In der Jury sassen unter anderem Jutta Limbach, die Präsidentin des Goethe-Instituts und Vorsitzende des Deutschen Sprachrats, der Sänger Herbert Grönemeyer, Autor Uwe Timm und Filmregisseur Joseph Vilsmaier. Den Ausschlag für die Platzierung gab nicht die Anzahl der Vorschläge, sondern allein "der Charme der Begründung".

Am besten gelang dies nach Ansicht der Juroren Doris Kalka aus Tübingen. Sie hatte sich für "Habseligkeiten" entschieden, weil es den Gegensatz des menschlichen Strebens nach Besitz mit dem "unerreichbaren Ziel" der Seligkeit vereine.

Geborgenheit auf dem zweiten Platz

Der zweitplatzierte Vorschlag "Geborgenheit" kam aus dem Ausland. "In meiner Sprache kann man die Gefühle der Geborgenheit nicht in Worte fassen. Das macht aus diesem Wort mein Lieblingswort der deutschen Sprache", sagte Einsenderin Annamaria Musakova aus der Slowakei.

Gloria Bosch aus Palma de Mallorca überzeugte mit ihrer Begründung für das Verb "lieben", "das nur ein ´i´ vom Leben entfernt ist" und erreichte Rang drei.

Platz vier belegte der "Augenblick" mit der Begründung von Sabine Brenner aus der Schweiz: Das Wort sei "um eine subversive Idee zu lang für das, was es besagt" und klinge "so viel sinnlicher als ein "Moment"".

Coolstes Wort: Rhabarbermarmelade

Zum "coolsten deutschen Wort" wurde "Rhabarbermarmelade", eingereicht von Frank Niedermeyer, gewählt. Er meinte: "Und welches Wohlgefühl umfällt mich, wenn ich Sonntagmorgens zu meinem Schatz sagen kann: "Barbara, reich mir doch bitte die Rhabarbermarmelade."

Im Wettbewerb um "Das schönste Wort der Kinder" siegte die "Libelle". Für den zehnjährigen Sylwan Wiese aus Köln "flutscht" das Wort auf der Zunge.

Insgesamt beteiligten sich 22 838 Menschen aus 111 Ländern zwischen Mai und August mit ihren Einsendungen an dem Wettbewerb um das deutsche Lieblingswort. Die "Liebe" war weltweit der unangefochtene Spitzenreiter unter den eingesandten Wörtern.

(rr/sda)

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