Angriff auf Webseiten
Hacker legen schwedische Bank- und Regierungsserver lahm
publiziert: Donnerstag, 4. Okt 2012 / 07:52 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Okt 2012 / 20:03 Uhr
Die Attacke beschränkte sich auf die externe Website. (Symbolbild)
Die Attacke beschränkte sich auf die externe Website. (Symbolbild)

Stockholm - Schwedische Webseiten unter Dauerbeschuss: Aufgebrachte Hacker haben am Donnerstag zum wiederholten Mal in dieser Woche Webseiten schwedischer Behörden und Unternehmen lahmgelegt. Betroffen waren diesmal Internet-Auftritte der Regierung, der Nationalbank sowie von Justiz- und Sozialbehörden.

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Die zuständige staatliche Aufsichtsbehörde MSB bestätigte die Angriffe. In einem YouTube-Video begründete ein maskierter Sprecher der Anonymous-Bewegung das Vorgehen mit einer Razzia der schwedischen Polizei bei der Internetfirma PRQ. Diese stellt die Server für mehrere Plattformen zum Herunterladen von Filmen und anderen Inhalten mit der Bittorrent-Technik bereit.

Der maskierte Anonymous-Sprecher nannte das Vorgehen der Behörden einen «Angriff auf die Informationsfreiheit» und drohte mit weiteren Attacken: «Schwedische Regierung, ihr kennt unsere Fähigkeiten und was wir wollen, ihr habt die Wahl.»

Hardware für mehrere Webseiten

PRQ stellt die Hardware für mehrere Webseiten bereit, auf denen Dateien mit der Technik BitTorrent ausgetauscht werden konnten. Dabei wird statt der kompletten Datei zunächst lediglich eine kleine Torrent-Datei heruntergeladen: Diese ist nur wenige Kilobyte gross und enthält die Internet-Adresse eines Servers, des sogenannten Trackers.

Dieser führt die Interessenten an einem bestimmten Download zu einem Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P). Ausserdem dient PRQ als technische Plattform für mehrere Internet-Anbieter, die Sportereignisse streamen, also direkt im Internet übertragen.

Zuvor hatte sich Schweden schon wegen des Auslieferungsverfahrens gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange den Zorn von Anonymous zugezogen. Der Internet-Aktivist hat in der Botschaft Ecuadors in London Asyl gefunden, um der von britischen Gerichten verfügten Auslieferung an Schweden zu entgehen.

Dort soll er wegen des Verdachts sexueller Vergehen gegen zwei Frauen verhört werden. Assange befürchtet, dass er letztlich der US-Justiz überstellt werden soll, weil Wikileaks 2010 interne Dokumente zum Irak-Krieg der USA sowie mehr als 250'000 vertrauliche Mitteilungen von US-Diplomaten veröffentlicht hatte.

(bert/sda)

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