Hände weg von Bambi
publiziert: Freitag, 7. Jun 2013 / 10:51 Uhr
«Vier Pfoten» warnt vor der Mitnahme von Rehkitzen.
«Vier Pfoten» warnt vor der Mitnahme von Rehkitzen.

Zürich - Zurzeit finden viele Spaziergänger vermeintlich verwaiste Rehkitze auf Feldern und Wiesen oder am Strassenrand, und nehmen die Tiere aus Mitleid mit.

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Dass den meisten Rehkitzen dadurch allerdings mehr Leid als Gutes widerfährt, ist vielen Passanten nicht bewusst. Die internationale Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» rät zu genauer Beobachtung.

«Junge Rehkitze, die offensichtlich keiner direkten Gefahr ausgesetzt sind, dürfen auf gar keinen Fall beim Spazierengehen mitgenommen werden», sagt Corinne Abplanalp, Kampagnenleiterin von «Vier Pfoten» Schweiz. «Dadurch macht man sich der Wilderei schuldig.» In den meisten Fällen ist die Ricke, die Rehkitzmutter, nämlich nicht weit.

Beim Wildhüter anrufen

Abplanalp berichtet weiter: «Kitze verstecken sich häufig, um nicht vom Fuchs entdeckt zu werden oder liegen an der Strasse, weil sie sich nicht darüber trauen. Meistens werden sie vom Muttertier wieder abgeholt.» In jedem Fall sollte man das Kitz über einen längeren Zeitraum beobachten. Erst wenn man sich ganz sicher ist, dass es verwaist ist oder Hilfe benötigt, sollte beim nächsten Wildhüter oder bei der Einsatzzentrale der Polizei angerufen werden.

Gian Largiader vom Schweizerischen Wildhüterverband sagt: «Im Normalfall wird das Rehkitz von den Eltern wieder gefunden. Wichtig ist, nur aus weiter Distanz zu beobachten, keinesfalls die Tiere anzufassen oder zu streicheln. Sollte das Tier verletzt sein, wird der Wildhüter vor Ort entscheiden, wie weiterverfahren wird.»

«Die Berührung eines Rehkitzes kann fatale Folgen haben», bestätigt Corinne Abplanalp. Das Rehkitz hat keinen Eigengeruch, wodurch es optimal vor Fressfeinden geschützt ist. «Bei Berührung überträgt sich der menschliche Geruch auf das Kleine. Dadurch wird es vom Muttertier meistens verstossen», so Abplanalp weiter.

Hunde an die Leine nehmen

«Vier Pfoten» empfiehlt, beim Spazieren entlang von Wäldern und hohen Wiesen den Hund an die Leine zu nehmen. «Dadurch wird nebst der Geruchübertragung einerseits vermieden, dass die Hunde die Kitze aufstöbern, andererseits wird der Stress für das sich womöglich in der Nähe befindende Muttertier massiv reduziert», schliesst Abplanalp ab.

 

(li/Vier Pfoten)

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