Händler verlangen von der IV zu viel
publiziert: Mittwoch, 9. Mai 2007 / 18:59 Uhr

Bern - Nicht nur Rollstuhl- und Hörgeräte-Händler stellen der Invalidenversicherung (IV) überhöhte Preise in Rechnung. Auch der Zentralverein für das Blindenwesen SZB verlangt für Hilfsmittel von der Versicherung massiv mehr als von Selbstzahlern.

Der Hilfsmittel-Markt ist ein äusserst attraktives Feld für Händler.
Der Hilfsmittel-Markt ist ein äusserst attraktives Feld für Händler.
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Für eine Blindenschriftmaschine oder ein Farberkennungsgerät bezahlt die IV dem Shop des SZB über 50 Prozent mehr als Selbstzahler.

Der Rechtsdienst des Bundesamts für Sozialversicherung (BSV) analysiert deshalb den Fall derzeit.

BSV-Vizedirektor Alard du Bois-Reymond bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Facts» vom Donnerstag: Der SZB habe auf Anfrage des BSV den Preisunterschied nicht befriedigend erklären können.

Zweifel nicht ausgeräumt

Matthias Bütikofer, Geschäftsführer der Blinden-Dachorganisation SZB, wehrt sich gegen Anschuldigungen: Die IV bezahle keinen Aufschlag.

Den Selbstzahlern, die kein Recht auf IV haben, werde vom SZB ein Rabatt gewährt, der mit Spendengeldern finanziert werde. Es verstehe sich von selbst, dass die IV nicht von Spenden profitieren könne.

BSV-Vize Bois-Reymond sieht seine Zweifel dennoch nicht ausgeräumt: Mit einem Rabatt für Selbstzahler allein erkläre sich noch nicht, warum dieselben Geräte im Ausland noch einmal massiv billiger seien als für Selbstzahler in der Schweiz.

Der Hilfsmittel-Markt ist attraktiv. Zwischen 1990 und 2006 verdreifachten sich die Kosten zu Lasten der IV von 82 auf 234 Millionen Franken. Bei einem Sparpotenzial von 20 bis 30 Prozent lägen für die IV Einsparungen von fast 80 Millionen Franken jährlich drin.

(rr/sda)

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