Haft wegen Unterstützung für Al-Kaida bestätigt
publiziert: Dienstag, 24. Aug 2004 / 13:39 Uhr

Lausanne - Ein Jemenite mit mutmasslichen Verbindungen zu Al-Kaida bleibt weiter in Untersuchungshaft. Das Bundesgericht hat sein Entlassungsgesuch abgewiesen. Er soll geholfen haben, Personen aus dem arabischen Raum in die Schweiz einzuschleusen.

Das Bundesgericht wies das Entlassungsgesuch ab.
Das Bundesgericht wies das Entlassungsgesuch ab.
Der Jemenite war am vergangenen 8. Januar unter dem Verdacht der Beteiligung an einer kriminellen Organisation verhaftet worden. Er soll telefonischen Kontakt mit drei Personen gehabt haben, die mit Al-Kaida in Verbindung stehen. Eine von ihnen soll beim Transport von Freiwilligen in Trainingscamps der Al-Kaida geholfen haben.

Dem Verhafteten selber wird angelastet, aktiv an der Einschleusung von Person aus dem arabischen Raum in die Schweiz beteiligt gewesen sein. Bei einer Hausdurchsuchung war Material zur Fälschung von Dokumenten zum Vorschein gekommen, sowie Ausweise mit dem Bild eines in Frankreich verurteilten Terroristen.

300 SIM-Karten gefunden

Zudem wurden 300 SIM-Telefonkarten und gestohlene Kreditkarten gefunden. Das Bundesgericht hat seine Beschwerde gegen die Fortsetzung der Untersuchungshaft nun abgewiesen. Laut den Lausanner Richtern sind die vorhandenen Schuldhinweise ausreichend. Zudem bestehe weiterhin Kollusions- und Fluchtgefahr.

Die Bundesanwaltschaft (BA) hatte im Mai 2003 im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 12. Mai 2003 in Riad ein Ermittlungsverfahren wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation eröffnet. Bei verschiedenen Personen, die Kontakt zu den Attentätern hatten, wurden Schweizer Telefonnummern gefunden.

Seit Dezember 2003 wurden in diesem Zusammenhang in der Schweiz zehn Personen verhaftet. Fünf von ihnen befinden sich gegenwärtig noch in Untersuchungshaft. Die BA hat das Verfahren mittlerweile zur Voruntersuchung an das eidgenössische Untersuchungsrichteramt überwiesen.

(rp/sda)

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