Haftbefehl gegen Servettes Ex-Präsident Marc Roger
publiziert: Dienstag, 9. Mai 2006 / 12:14 Uhr

Genf - Im Untersuchungsverfahren um den Konkurs des FC Servette hat der Richter einen internationalen Haftbefehl gegen den Ex-Präsidenten erlassen.

Marc Roger.
Marc Roger.
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Marc Roger erschien seit Juli 2005 nie mehr vor dem Untersuchungsrichter. Mit dem Haftbefehl will ihn Richter Marc Tappolet nun unter Druck setzen, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft im Juli 2005 befindet sich Roger in Frankreich.

Sollte er Frankreich nun verlassen, würde er verhaftet und an die Genfer Justiz ausgeliefert. Soweit muss es gemäss Tappolet nicht unbedingt kommen: «Kommt er freiwillig nach Genf, verzichten wir auf eine erneute Inhaftierung.» Frankreich selber wird Roger wohl kaum ausliefern.

Betrügerischer Konkurs vorgeworfen

Nach dem Konkurs hatte die Polizei Marc Roger im März 2005 verhaftet und in Untersuchungshaft gesetzt. Nach drei Monaten kam er gegen eine Kaution von 300 000 Franken frei. Die Vorwürfe gegen Roger: Betrügerischer Konkurs, ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung.

Roger blieb seit seiner Freilassung allen Anhörungen aus gesundheitlichen Gründen fern. Tappolet stellt jedoch die Glaubwürdigkeit der Arztzeugnisse in Frage. Dies umso mehr, als Roger in den letzten Wochen lange Fernsehinterviews zum Finanzdebakel von Servette gegeben hatte.

(ht/sda)

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