Haftbefehl im Fall der drei toten Kinder
publiziert: Samstag, 4. Aug 2012 / 14:57 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Aug 2012 / 17:21 Uhr
Zu den genauen Todesumständen machten die Ermittler keine Angaben. (Symbolbild)
Zu den genauen Todesumständen machten die Ermittler keine Angaben. (Symbolbild)

Dortmund - Im Fall der drei getöteten Kinder in Dortmund ist gegen die Lebensgefährtin des Vaters Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Die 29-Jährige habe die Tat bestritten, die Ermittlungen dauerten an.

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Die Beschuldigte sei bereits am Freitag vorläufig festgenommen worden. Sie wurde am Samstag der zuständigen Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese erliess Haftbefehl wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung.

Nach einem Wohnungsbrand waren am Freitagmorgen die Leichen eines vierjährigen Jungen und seiner zwölf Jahre alten Schwester gefunden worden. Der zehnjährige Bruder der beiden starb wenig später im Spital.

Die Obduktionen ergaben, dass alle drei durch eine Gewalttat starben. Zu den genauen Todesumständen machten die Ermittler keine Angaben. Der Zehnjährige starb «nicht durch den Brand oder Rauchgas, sondern durch Gewalteinwirkung», hatte ein Polizeisprecher am Freitag gesagt.

Mehreren Medienberichten zufolge sollen an der Leiche des Jungen Stichverletzungen gefunden worden sein. Dazu wollte die Polizei keine Angaben machen.

Vater nicht verdächtigt

Gegen den 41 Jahre alten Vater gibt es keinen Tatverdacht. «Er wurde nach einer ersten Befragung in die Obhut seiner Angehörigen übergeben», hatten Polizei und Staatsanwaltschaft von Dortmund bereits am Freitag mitgeteilt.

Zur Brandzeit soll der Vater nicht in der Wohnung gewesen sein. Nachbarn berichteten, er habe die Wohnung früh am Morgen vor dem Brand verlassen. Später sei auch seine Lebensgefährtin aus dem Haus gekommen.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte es bei der Familie gebrannt. Damals hatten die Ermittler zündelnde Kinder verantwortlich gemacht. Die Wohnung im Obergeschoss desselben Mietshauses wurde verwüstet.

Die obdachlos gewordene Familie fand schliesslich im Erdgeschoss des Hauses Unterschlupf. Dort ereignete sich nun die Tragödie. Eine Sprecherin der Stadt Dortmund sagte den «Ruhr Nachrichten», die Familie sei dem Jugendamt bekannt gewesen.

Mutter vor drei Jahren gestorben

Die Geschwister lebten mit dem Vater zusammen. Die Mutter war vor knapp drei Jahren im sauerländischen Werdohl bei dem Versuch zu Tode gestürzt, über einen Balkon in ihre irrtümlich verschlossene Wohnung zu gelangen. In der Wohnung befand sich damals das jüngste der Kinder, erst ein Jahr alt.

Die 28-Jährige hatte ihre Wohnung verlassen, dann fiel die Tür zu. Sie versuchte anschliessend, von einem darüber in der fünften Etage gelegenen Balkon hinabzuklettern. Ein Seil, was sie absichern sollte, riss dabei. Beim Sturz wurde sie tödlich verletzt.

(bert/sda)

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widerwärtige Menschen wie Brandstifter oder auch andere,die anderen mit vorsätzlichen Straftaten versuchen die Existenz zu zerstören, oder gar zerstören können (wie das BfM/BVG), sind von der ganz widerlichen Sorte. Sollte der/die Täter ermittelt werden, werden hoffentlich harte Strafen gesprochen.
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