Haftung für Versicherer des World Trade Centers begrenzt
publiziert: Dienstag, 31. Okt 2006 / 23:53 Uhr

New York - Die Versicherungen des bei den Anschlägen am 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers in New York, darunter die Swiss Re und die ZFS, müssen nicht mehr an Leistungen aufbringen als der Wiederaufbau kosten würde.

Ein Freedom Tower und drei weitere neue Wolkenkratzer auf dem ehemaligen Gelände des World Trade Centers sind geplant.
Ein Freedom Tower und drei weitere neue Wolkenkratzer auf dem ehemaligen Gelände des World Trade Centers sind geplant.
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Zusätzliche Ausgaben für Modernisierungen und eine bessere Sicherheit müssten die Versicherer nicht tragen, entschied ein Gericht in Manhatten. Es folgte damit der Argumentation der Versicherungen, darunter US-Töchter des weltweit grössten Rückversicherers Swiss Re, der Zurich Financial Services (ZFS) und des deutschen Allianz-Konzerns.

Der Pächter des World Trade Centers (WTC), Larry Silverstein, hatte zusätzliche 700 Millionen Dollar verlangt. Damit sollten die neuen Gebäude moderner und sicherer als die zerstörten werden. Silverstein hatte das WTC-Gelände sechs Wochen vor den Anschlägen für 99 Jahre gepachtet.

Der gegenwärtige elf Milliarden Dollar teure Wiederaufbauplan sieht die Errichtung von vier Wolkenkratzern vor. Darunter ist ein 541 Meter hoher Turm, der ab 2012 vermietet werden soll.

Attentat gilt als ein Schadensereignis

Swiss Re hatte erst vor zwei Wochen einen noch wichtigeren Sieg im Streit um die Schadenssumme für das WTC errungen. Das Berufungsgericht in New York qualifizierte damals das Attentat in letzter Instanz als ein Schadensereignis.

WTC-Pächter Silverstein hatte darin zwei Ereignisse gesehen und 7 Mrd. Dollar Entschädigung verlangt, da zwei Flugzeuge zu unterschiedlicher Zeit in die Türme rasten. Swiss Re hätte bei einer Niederlage etwa 1,7 Mrd. Dollar an Silverstein zahlen müssen. Mit dem Urteil wurde der Betrag aber auf maximal 875 Mio. Dollar reduziert.

Vom Urteil vom 18. Oktober konnten ZFS und Allianz dagegen nicht profitieren. Diese hatten in einem abgetrennten Verfahren im Dezember 2004 gegen Silverstein verloren.

(smw/sda)

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