Haiti: Rettungsaktion im Waisenhaus
publiziert: Montag, 18. Jan 2010 / 15:10 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Jan 2010 / 11:20 Uhr

Im Erdbebengebiet von Haiti sind World Vision-Mitarbeiter aktuell in einem völlig überfüllten Waisenhaus in Delmas im Einsatz. Zwei Tage lang mussten die Kinder dort ohne Wasser, Nahrung und Strom auskommen.

Viele Kinder sind allein und auf fremde Hilfe angewiesen.
Viele Kinder sind allein und auf fremde Hilfe angewiesen.
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World Vision
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worldvision.ch

Seit dem verheerenden Erdbeben haben sich die Helfer im Waisenhaus um zusätzliche 36 Kinder aus anderen, völlig zerstörten Heimen gekümmert. „Der Leiter des Hauses, hat uns verzweifelt um Hilfe gebeten“, berichtet James Addis, World Vision-Mitarbeiter in Haiti.

„Als wir Hilfe brachten, streckten uns Dutzende Kinder ihre Arme entgegen. Die meisten sind erschöpft, viele leiden unter Krankheiten wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Hautausschlag. Die Waisenhaus-Leitung hatte aus Verzweiflung Wasser aus einem naheliegenden Fluss geholt und es abgekocht.

Nach wie vor kritische Lage

Das Schicksal der Kinder in Delmas zeigt, wie dramatisch die Lage der Menschen im Erdbebengebiet ist. Hunderttausende sind nach wie vor auf Unterstützung von Aussen angewiesen. World Vision verstärkt seine Hilfe und bringt weitere Güter ins Land. Dazu hat die Organisation ein Zwischenlager im Grenzort Jimani in der Dominikanischen Republik eingerichtet.

Von dort aus transportiert die Hilfsorganisation Wasserkanister, Zeltplanen, Decken, Medikamente, Hygieneartikel sowie Kochsets per Lastwagen nach Port-au-Prince. Zusätzlich hat World Vision mit Air Serve International ein Kooperationsabkommen geschlossen und einen Shuttle-Service zwischen Santo Domingo und Port-au-Prince eingerichtet. Die Maschinen können bis zu sechs Personen oder Cargo transportieren und verkehren zweimal täglich.

Menschen fliehen aus der Hauptstadt

Da viele Menschen bereits aus Port-au-Prince fliehen und auf dem Land bei Verwandten und Freunden Hilfe suchen, werden die ländlichen Entwicklungsprogramme von World Vision ebenfalls mobilisiert.

Seit dem ersten Tag der Katastrophe sind die einheimischen Kollegen im Einsatz:

- Zunächst wurden elf Krankenhäuser und Gesundheitsstationen aus lokalen Lagerbeständen mit Medikamenten und medizinischem Verbrauchmaterial beliefert. Ein mobiles Team leistete Verletzten auch erste Hilfe.

- An mehr als 3 000 Familien wurden Notpakete übergeben, u.a. mit Trinkwasser, Kleidung, Decken, Hygiene- und Kochsets.

- Gemeinsam mit UNICEF organisiert World Vision auch an der Grenze Hilfe für unbegleitete und traumatisierte Kinder. World Vision bereitet die Einrichtung von Kinderbetreuungszentren vor.

-Mitarbeiter erkunden den Hilfsbedarf in Stadtrandregionen. Die UN haben World Vision um Unterstützung bei Sicherheitsfragen und Koordination gebeten.

World Vision richtet sich auf ein längerfristiges Engagement ein, um Familien beim Neuanfang zu helfen und Kindern ein Stück Normalität zu ermöglichen.

Spenden Sie online oder auf das PC-Konto: 87-800000-5 Stichwort «Erdbeben Haiti»

Helfen Sie per Handy: Senden Sie einfach eine SMS mit Haiti 9 an die Nummer 339. So unterstützen Sie unsere Hilfsleistungen mit 9 Franken.

(sk/sda)

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