Haitis Präsident bittet um Hilfe für Erdbebenopfer
publiziert: Donnerstag, 3. Jun 2010 / 08:06 Uhr

Punta Cana - Knapp fünf Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat Präsident René Préval am Mittwoch auf einer Geberkonferenz die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, ihre Hilfe zu verstärken. Sein Land stehe noch immer vor enormen Herausforderungen.

Präsident René Préval hofft auf Hilfe.
Präsident René Préval hofft auf Hilfe.
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Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton appellierte an die in Punta Cana in der Dominikanischen Republik versammelten Repräsentanten von 50 Ländern und Organisationen, die versprochenen Gelder schneller fliessen zu lassen. Alle müssten «ihre Versprechen halten». Auf Bitte von US-Präsident Barack Obama kümmert sich Clinton um Spenden für die Opfer des Erdbebens.

Bei dem Erdbeben am 12. Januar wurden in Haiti zwischen 250'000 und 300'000 Menschen getötet. Die ohnehin marode Infrastruktur des Landes wurde weitgehend zerstört, etwa 1,3 Millionen Menschen wurden obdachlos.

55 Millionen Dollar von Brasilien

Bei einer grossen Geberkonferenz Ende März in New York hatte die internationale Gemeinschaft für die nächsten fünf Jahre Hilfen im Gesamtwert von fast 10 Milliarden Dollar zugesagt. Bisher hat aber lediglich Brasilien eine erste Tranche von 55 Millionen Dollar überwiesen.

Vor diesem Hintergrund warnt die UNO vor zunehmender Unzufriedenheit in Haiti. Sie könne zu einer Bedrohung für den Wiederaufbau des vom Erdbeben zerstörten Karibiklandes werden, sagte der Chef der UNO-Mission in Haiti (MINUSTAH), Edmund Mulet, zu Beginn der Geberkonferenz. Der Fortgang des Wiederaufbaus von Port-au-Prince sei unbefriedigend, erklärte Mulet.

(ade/sda)

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