Halifax-Untersuchung: MD-11 wird ausgemustert
publiziert: Freitag, 28. Mrz 2003 / 13:40 Uhr

Zürich - Vertreter des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) und des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) zeigen sich mit den Ergebnissen des Untersuchungsberichts zu Halifax zurfrieden.

MD 11 der Swiss.
MD 11 der Swiss.
"Wir haben etwas gelernt", sagte BFU-Chef Jean Overney und wies auf das verbesserte Zertifizierungssystem hin. Gemäss BAZL-Sprecher Daniel Göring ist der Zweck erfüllt: Man habe die Unfall-Ursache herausgefunden.

Sicherheitsmängel beseitigt

In der Folge des Absturzes des SR111 bei Halifax wurden die Sicherheitsmängel der MD-11-Flugzeuge beseitigt. Dazu haben die kanadischen Behörden rund 50 Empfehlungen herausgegeben, die von der Schweiz übernommen wurden. Bis 2004 will die Swiss ihre MD-11 ausmustern.

Die kanadische Untersuchungsbehörde

Transportation Safety Board (TSB) richtete im Rahmen ihrer über vierjährigen Untersuchung mehrere in erster Linie technische Empfehlungen an Behörden, Fluggesellschaften und Hersteller.

Das BAZL als zuständige Aufsichtsbehörde in der Schweiz übernahm rund 50 im Zusammenhang mit den MD-11 stehende Empfehlungen. Sie wurden als nationale Anweisungen veröffentlicht.

Für die Swissair wurden sie dadurch verbindlich und waren unmittelbar anzuwenden - Kostenpunkt: "einige Millionen Franken", wie es von Seiten der SR Technics hiess.

Verkabelung und Isolation

Rund die Hälfte der Anweisungen zielte auf die Verkabelung in der MD-11. Weitere betrafen den Ersatz der Isolationsmatten, die gemäss Untersuchungsbericht zur Ausbreitung des Brandes an Bord der Unglücksmaschine beigetragen hatten. Zudem widerrief das BAZL die Zulassung des nachträglich eingebauten interaktiven Unterhaltungssystems.

Zusätzlich zu den BAZL-Anweisungen begann die Swissair im Sommer 2001, ihre MD-11-Maschinen mit Rauchmeldern, Löschsystemen und Infrarot-Kameras auszurüsten. Auch wurde das Secondary Flight System modernisiert.

Swiss übernimmt

Bei 9 der 13 ihr verbliebenen MD-11 hat die Swiss dieses als "Modiplus" bekannt gewordene Programm ausgeführt. Die 5 restlichen Maschinen wird die Swiss gemäss ihrem Sprecher Jean-Claude Donzel bis zum Sommer dieses Jahres ausmustern. Pro Flugzeug kostet die Umsetzung von "Modiplus" rund 1,3 Millionen Franken.

Die Swiss will sich laut Donzel bis zum Sommer 2004 von allen MD-11 trennen. Sie sollen durch den Airbus A-340 ersetzt werden.

(bsk/sda)

 
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