Hamas-Sprecher bestreitet Waffenruhe
publiziert: Sonntag, 23. Jan 2005 / 10:06 Uhr

Gaza - Der Sprecher der radikalen Palästinenser-Organisation Sami Abu Suhri bestreitet israelische Berichte über eine konkrete Vereinbarung zur Waffenruhe.

Noch ist offen, ob Abbas mit der Hamas eine Einigung findet.
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"Noch gibt es keine Waffenruhe", sagte der Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Gaza.

"Hamas ist bereit, auf Rufe nach Ruhe positiv zu reagieren, wenn Israel seine Aggression stoppt", sagte Abu Suhri.

"Wir können keine Waffenruhe akzeptieren, bevor sich die Besatzer klar auf ein Ende der Angriffe verpflichtet haben. Zudem müssten Forderungen seiner Organisation - Truppenabzug und Freilassung der Gefangenen - erfüllt werden."

Verfrühte Meldung

Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas hatte kurz zuvor im israelischen Radio gesagt, der palästinensische Präsident Mahmud Abbas habe sich nach seinen Informationen mit den radikalen Gruppen auf einen 30-tägigen Waffenstillstand verständigt.

Die Gruppen Hamas und Dschihad hätten dem zugestimmt. Im Gegenzug hätten sie Zusagen über ihre künftige Rolle in der Palästinenser-Regierung erhalten.

Positive Atmosphäre

Abbas´ Büro hatte mit Blick auf das Treffen mit der Hamas erklärt, dieses sei in positiver Atmosphäre verlaufen. In der Unterredung sei es um die innere Lage und eine Rückkehr zur Ruhe gegangen.

Zuvor hatten sich die El-Aksa-Brigaden und die linksgerichteten Gruppen Demokratische Front zur Befreiung Palästinas (DFLP) und Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) nach einem Treffen mit Abbas zu einer Waffenruhe mit Israel bereit erklärt.

(bsk/sda)

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