Formel 1
Hamilton siegt dank Rosbergs Fehler
publiziert: Sonntag, 7. Sep 2014 / 16:01 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Sep 2014 / 00:09 Uhr
Ein Missgeschick am Start hatte Hamilton nach zehn Runden praktisch wieder wettgemacht und am Ende das Rennen sogar für sich entschieden.
Ein Missgeschick am Start hatte Hamilton nach zehn Runden praktisch wieder wettgemacht und am Ende das Rennen sogar für sich entschieden.

Lewis Hamilton entscheidet in Monza das teaminterne Duell der Mercedes-Fahrer gegen Nico Rosberg für sich und gewinnt zum zweiten Mal nach 2012 den Grand Prix von Italien.

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Während mehr als der Hälfte der Renndistanz hatte alles für Rosberg gesprochen. Der Deutsche überholte beim Start den aus der Pole-Position schlecht weggekommenen Hamilton und vermochte seine ersten Verfolger schnell einmal zu distanzieren. Hamilton seinerseits hatte auch noch gegen Kevin Magnussen im McLaren und Felipe Massa im Williams das Nachsehen. Als auch der (einzige) Boxenstopp keine Änderung in der Reihenfolge an der Spitze brachte, schien die Entscheidung zugunsten Rosbergs gefallen zu sein.

Doch der WM-Leader vergab die Chance auf seinen ersten Triumph im Königlichen Park. Rosberg verbremste sich ein zweites Mal bei der Anfahrt auf die erste Schikane am Ende der Start- und Zielgeraden und machte derart unfreiwillig den Weg frei für Hamilton - just an jener Stelle, an der derselbe Fehler eine halbe Stunde zuvor noch keine Konsequenzen für Rosberg gezeitigt hatte.

Zweiter Fehler sorgte für Entscheidung 

Das Missgeschick am Start hatte Hamilton nach zehn Runden praktisch wieder wettgemacht; Magnussen und Massa vermochte er wieder zu passieren. Und der zweite Fehler Rosbergs sorgte dafür, dass sich der Engländer nicht auf ein neuerliches Duell mit seinem Teamkollegen einlassen musste. Hamilton feierte seinen sechsten Sieg in dieser Saison und den 28. insgesamt. In der WM-Wertung verkürzte er den Abstand zu Rosberg um 7 auf 22 Punkte.

Dritter in Monza hinter dem erneut hoch überlegenen Mercedes-Duo, das in diesem Jahr den siebenten Doppelerfolg errang, wurde Felipe Massa im Williams. Für den Brasilianer stellte der erste Podiumsplatz seit Mai 2013, als er in Spanien ebenfalls Dritter geworden war, eine besondere Genugtuung dar. Ausgerechnet im Heimrennen seines letzten Arbeitgebers Ferrari, von dem er am Ende der letzten Saison ausgemustert und durch Kimi Räikkönen ersetzt worden war, durfte er nach anderthalb Jahren wieder an einer Siegerehrung teilnehmen. Der Finne wurde Neunter, Fernando Alonso im anderen Ferrari schied wegen Getriebeproblemen aus.

Die Fahrer in den Sauber-Autos blieben wie erwartet chancenlos und damit auch im 13. Grand Prix des Jahres ohne WM-Punkte. Adrian Sutil belegte Platz 15, Esteban Gutierrez beschädigte sich in der Schlussphase beim Versuch, Romain Grosjean im Lotus zu überholen, den rechten Hinterreifen. Für den Mexikaner blieb so im Rennen lediglich Rang 19. Nachträglich wurde Gutierrez noch mit einem Zeitzuschlag von 20 Sekunden belegt, womit er im Schlussklassement Platz 20 einnimmt.

Resultate:
1. Lewis Hamilton (Gb), Mercedes. 2. Nico Rosberg (De), Mercedes, 3,1 zurück. 3. Felipe Massa (Br), Williams-Mercedes, 25,0. 4. Valtteri Bottas (Fi), Williams-Mercedes, 40,7. 5. Daniel Ricciardo (Au), Red Bull-Renault, 50,3. 6. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 59,9. 7. Sergio Perez (Mex), Force India-Mercedes, 61,1. 8. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 62,5. 9. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 63,0. 10. Kevin Magnussen (Dä), McLaren-Mercedes, 63,5. Ferner, 15. eine Runde zurück: Adrian Sutil (De), Sauber-Ferrari. 17. Esteban Gutierrez (Mex), Sauber-Ferrari. - Ausgeschieden u.a.: Fernando Alonso (Sp), Ferrari (Getriebe).

Rangliste:
1. Rosberg 238. 2. Hamilton 216. 3. Ricciardo 166. 4. Bottas 122. 5. Alonso 121. 6. Vettel 106. 7. Button 72. 8. Hülkenberg 70. 9. Massa 55. 10. Räikkönen 41. - Teams: 1. Mercedes 454. 2. Red Bull-Renault 272. 3. Williams-Mercedes 177. 4. Ferrari 162. 5. McLaren-Mercedes 110. 6. Force India-Mercedes 109. 7. Toro Rosso-Renault 19. 8. Lotus-Renault 8. 9. Marussia-Ferrari 2. 10. Sauber-Ferrari 0.

(ww/Si)

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