Handball: Pfadis kurzer Weg in den Final
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 22:56 Uhr

Pfadi Winterthur hat sich quasi im Schnellverfahren für den Playoff-Final der Swiss Handball League qualifiziert. Der Titelhalter siegte in Schaffhausen 27:24 (14:9), womit er die Best-of-3-Serie mit 2:0 für sich entschied.

Szymon Szczucki von Schaffhausen.
Szymon Szczucki von Schaffhausen.
Bis zur Fortsetzung des Playoffs am 16. Mai bleibt dem siebenfachen Champion nun reichlich Zeit zur Regeneration, derweil sich Qualifikationssieger Wacker und St. Otmar heute Samstag ein zweites Mal gegenüber stehen.

Zumindest den letzten Part zum siebten Vorstoss ins 1995 eingeführte Endspiel mussten sich die Pfader mit knochenharter Arbeit verdienen. Bis zur Pause legten sie zum ungestümen, um nicht zu sagen unkoordiniert anstürmenden Widersacher eine Differenz von immerhin sechs Treffern. Anstatt den rasch erreichten Vorteil zu konservieren, liessen die Winterthurer in der eigenen Abwehrzone indes minim nach und gewährten den Gastgebern so unverhofft die Rückkehr.

Die Schwächephase des Meisters hatte verschiedene Ursachen. Offensiv unterliefen dem linken Aufbauer Thomas Gautschi zu viele Fehlschüsse. Die Ballverluste wogen Mitte der zweiten Hälfte schwerer, weil sich der zuvor tadellose Keeper Pascal Stauber zugleich eine minutenlange Baisse leistete und kaum einen Ball zu fassen bekam.

Und gewiss hemmte auch die sehr grosszügige Regelauslegung des Schiedsrichter-Duos Meyer/Dobler den Elan Pfadis. Den Kadetten, die bis zur 45. Minute im Wortsinn mit der Brechstange ein erstes Mal den resultatmässigen Gleichstand erzwangen, kam die Arbitrierung durchaus gelegen. Mit ihrer ungemein (und ungestraft) kampfbetonten Art setzten sie den eher technisch versierten Professionals der Gäste vorübergehend arg zu.

Zum erhofften Erfolg führte diese von einem enormen Aufwand geprägte Taktik indessen trotzdem nicht. Im entscheidenden Moment versagten die Nerven -- wie beim Ohm und dem sehr fehlerhaften Linkshänder Klimciauskas in der 58. und 59. Minute --, oder liess sich der gesamte Abwehrverband von den Südkoreanern Cho und Paek düpieren. Oder sie scheiterten am gegen Ende hin abermals kaum zu bezwingenden Hüter Stauber.

"Wir reagierten in diesen Situation schlicht zu wenig cool. Ich würde gar sagen, dass uns die Cleverness der Winterthurer einfach fehlt", führte Michael Suter, der mit fünf Toren beste Schaffhauser Skorer, als Grund fürs Halbfinal-Out an.

Bestimmt, clever verhielten sich die Ostschweizer in der ausverkauften Halle mitnichten, aber man könnte das Scheitern auch mit der fehlenden (Defensiv-)Klasse begründen. Den verletzten Abwehrspezialisten Severin Brüngger vermissten die Schaffhausen an allen Ecken und Enden. In seiner Abwesenheit gelang es keinem Kadetten, den Wirkungskreis der überragenden Koreaner Chi-Hyo Cho (9 Tore) und Won-Chul Paek einzuengen. Trotz zahlloser Fouls und doppelter Manndeckung markierten die beiden die siegbringenden Treffer.

Pfadis Trainer Goran Perkovac durfte nicht nur des starken Auftritts der Südkorea-Fraktion wegen eine positive Halbfinal-Bilanz ziehen: "Wir haben in beiden Partien sehr viel Herz gezeigt. Das war in dieser kampfbetonten Atmosphäre ein wichtiger Aspekt." Als störend empfand der Ende Saison wohl scheidende Coach nur, "dass wir die Partie nach dem deutlichen Vorsprung wieder einmal auf die leichte Schulter nahmen". Das, so Perkovac, dürfe im Final nicht mehr passieren.

von Sven Schoch, Schaffhausen

Pfadi Winterthur - Kadetten SChaffhausen 2:0

Spiel 1: 27:22 (10:11)
Spiel 2: 27:24 (14:9)

1. Partie des Finals (best of 3) am 16. Mai. -- Pfadi im Endspiel gegen den Sieger des Duells Wacker gegen St. Otmar.

(bert/sda)

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