Handball: Schweiz gegen Spanien masslos überfordert
publiziert: Freitag, 1. Nov 2002 / 21:50 Uhr

(Si) Die Schweizer Handball-Nationalmannschaft blieb im ersten von zwei Testspielen gegen Spanien wie erwartet chancenlos. Das Team von Arno Ehret unterlag dem Olympia-Dritten von Sydney in Torrevieja (Sp) mit 19:33.

Der Schweizer Nationalttrainer Arno Ehret.
Der Schweizer Nationalttrainer Arno Ehret.
Einmal mehr bekundeten die Schweizer grosse Mühe mit der Umstellung aufs internationale Niveau. Erschwerend kam hinzu, dass mit dem verletzten Spielmacher Robbie Kostadinovich der wichtigste Spieler fehlte. Die Gäste konnten die Partie nur in den ersten zehn Minuten (3:4) dank sechs Paraden von Goalie Christian Meisterhans ausgeglichen gestalten, danach hatten sie den Spaniern nichts mehr entgegenzusetzen.

Die Schweizer agierten in der Offensive viel zu fehlerhaft. Sie begingen nicht weniger als 20 technische Fehler sowie 18 Fehlwürfe und schlossen daher nur gerade 19 von 59 Angriffen erfolgreich ab. In der ersten Hälfte brachten sie gerade magere sieben Tore zustande. Dies ist natürlich eine katastrophale Ausbeute.

"Die Spieler kommen aus der Meisterschaft und waren gegen eine internationale Spitzenmannschaft wie Spanien in der ersten Begegnung schlichtweg überfordert", sprach Ehret Klartext. "Wir waren in der Offensive nicht fähig, genügend Druck aufzubauen. Durch die vielen Fehler kamen die Spanier zu leichten Toren", erklärte der Deutsche weiter. Zudem habe durch die Absenz von Kostadinovich die Stabilität gefehlt.

Als Lichtblicke sind die Defensive und die beiden Torhüter zu bezeichnen. Die Eidgenossen verteidigten während 60 Minuten im 6-0-System und konnten im normalen Positionsangriff des Heimteams mithalten. Meisterhans wehrte in der ersten Halbzeit 13 Schüsse ab, Antoine Ebinger zeigte während seinem 22-minütigen Einsatz neun Paraden.

Beste Torschützen der Schweizer waren Iwan Ursic mit sechs und Thomas Gautschi mit fünf Toren. Das Duo produzierte allerdings je vier Fehlwürfe und beging drei (Ursic) respektive sechs (Gautschi) technische Fehler. Immerhin ist den beiden zu Gute zu halten, dass sie etwas versuchten.

Urs Schärer, der praktisch die gesamte Partie die Rolle von Kostadinovich übernahm, war in seinem 150. Länderspiel zweimal erfolgreich. Eine Premiere feierte Simon Brogli. Der rechte Flügel warf im zweiten Einsatz im Natidress seinen ersten Treffer. Bei den Spaniern schossen sämtliche 14 eingesetzten Spieler mindestens ein Tor, was zeigt, wie ausgeglichen das Kader der Südeuropäer ist.

Morgen (Sonntag) treffen die Schweizer ein zweites Mal auf Spanien, das sich in der WM-Vorbereitung befindet. "Die Mannschaft hat den Auftrag, im Angriff mit mehr Stilsicherheit und Konsequenz aufzutreten", formulierte Ehret die Zielsetzung. Und natürlich müsse die Fehlerquote gesenkt werden.

(ps/sda)

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