Handy-TV sticht andere Anwendungen aus
publiziert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 22:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Mai 2007 / 23:13 Uhr

London/Wien - Mobile-TV wird in Zukunft alle anderen Handy-Anwendungen in den Schatten stellen. Wie die Marktforscher von Screen Digest voraussagen, soll es im Jahr 2011 weltweit rund 140 Mio. zahlende Kunden in diesem Bereich geben, die einen Gesamtumsatz von etwa 4,5 Mrd. Euro einbringen.

Die kleine Bildschirmgrösse steht dem Erfolg anscheinend nicht im Weg.
Die kleine Bildschirmgrösse steht dem Erfolg anscheinend nicht im Weg.
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Handy-TV wurde bislang auch immer stark angezweifelt, weil ungewiss schien, ob das Fernsehen über so kleine Bildschirme tatsächlich angenommen wird. Screen Digest geht davon aus, dass diese Frage mittlerweile geklärt und Mobile-TV die vielversprechendste Handy-Anwendung ist.

Auch bei österreichischen Mobilfunkbetreibern glaubt man an das Potenzial von Handyfernsehen. «Mobile-TV ist auf jeden Fall ein Trend, der kontinuierlich wächst. Im November 2005 haben wir als erster österreichischer Betreiber die Fernsehsender ORF und ATV in unser Angebot aufgenommen», sagt Daniela Winnicki-Eisenhuth, Pressesprecherin bei Mobilkom Austria, gegenüber pressetext.

DVB-H wird angenommen

Auch der Testbetrieb des DVB-H-Standards stosse auf grosse Akzeptanz. «Bestehende Angebote werden natürlich angenommen, wir befinden uns in diesem Bereich in Österreich aber noch ganz am Anfang», heisst es etwas zurückhaltender von T-Mobile Austria. Das Medium befinde sich derzeit im Aufbau und der Erfolg sei letztlich davon abhängig, was laufende Gespräche mit dem ORF und die Einführung von DVB-H bringen werden.

«In erster Linie ist uns der Kunde wichtig und steht bei allen Überlegungen im Vordergrund, es geht darum, welchen Nutzen wir dem Kunden bieten können», so ein Sprecher von T-Mobile im Gespräch mit pressetext. Besonders im Fokus steht mobiles Fernsehen beim Netzbetreiber 3. Gemeinsam mit dem ORF hat 3 eine Plattform ins Leben gerufen, um die Kundenakzeptanz von Handyfernsehen zu testen. Für den Durchbruch von mobilem Fernsehen, werden letztlich natürlich auch die entsprechenden Endgeräte eine entscheidende Rolle spielen.

Boom in Japan und Südkorea

Laut Screen Digest hat es im Bereich von mobilen Musik- und Spiel-Angeboten bereits eine Verlangsamung des Wachstums gegeben. Gerade im Bereich Musik bevorzugen die User immer noch das Downloaden auf den Computer. Beachtet man derlei Entwicklungen, so bleibe Mobile-TV als beste Option zum Geldverdienen für die Netzbetreiber übrig, meint Analyst Dave MacQueen. In Japan und Südkorea gibt es mittlerweile bereits 5,8 Mio. Menschen, die über das Handy fernsehen. Hinzu kommen jene, die Mobile-TV über Handhelds und andere mobile Geräte nutzen.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Fernsehen auf dem Handy zu empfangen und diese Möglichkeiten sind wiederum von Land zu Land unterschiedlich. Entsprechend gross ist auch die Verwirrung seitens der Konsumenten. MacQueen glaubt, dass jene Angebote die besten Zukunftsaussichten haben, die dem konventionellen Fernsehen am meisten ähneln.

(fest/pte)

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